Ærø - Die Perle im südfünischen Inselmeer
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Eine kleine, stolze Inselschönheit
Die nur 25 x 8 Kilometer große Insel zählt zu dem Reizvollsten, was das südfünische
Inselmeer zu bieten hat. Beinahe jedem Segler wird Ærø ein Begriff sein und mittlerweile
werden Jahr für Jahr mehr Urlauber von der kleinen Insel wie magisch angezogen.
Von den Dimensionen her ist Ærø perfekt für Radfahrer geeignet und trotz der geringen
Größe kann man hier immerhin das schönste Städtchen Dänemarks, Ærøskøbing, sein
Eigen nennen.
Ærø blickt auf eine lange, ereignisreiche Geschichte zurück, deren Spuren überall
auf der Insel allgegenwärtig sind. Hünen-, Ganggräber und Dolmen sind die stummen
Zeugen aus dem Leben vor über zehntausend Jahren. Während der Zeit der Herzogtümer,
also zwischen dem 14. und 19. Jahrhundert, wechselte Ærøs Status laufend zwischen
Aufteilung in mehrere Enklaven und einer geschlossenen Einheit. Da die Insel früher
außerhalb der Zollmauern lag, bildete der Schmuggel für viele Inselbewohner die
Lebensgrundlage und noch heute werden Touristen gerne mit Erzählungen aus dieser
turbulenten und gefährlichen Zeit unterhalten.
Seit 1750 bildet Ærø eine Verwaltungseinheit, in der auch heute noch einige Gesetze
des "Jyske Lov", dem Jütlandischen Gesetzbuch, von 1241 gelten. Durch die unruhigen
Zeiten in den letzten Jahrhunderten sind die Insulaner zu einer verschworenen Gemeinschaft
zusammengewachsen. Der Stolz der Bevölkerung Ærøs zeigt sich, wenn die inseleigene
Flagge gehisst wird. Die gelb-grün-rote Flagge ist auf den Herzog Christian Mitte
des 17. Jahrhunderts zurückzuführen. Rot und Gelb waren seine eigenen Farben, das
Grün symbolisierte Ærø - die "grüne" Insel.
Die Orte Ærøskøbing, Marstal und Søby
Ærøskøbing mit seinen 1700 Einwohnern trägt zu Recht die Auszeichnung des schönsten
Städtchen Dänemarks. Es scheint, als sei hier die Zeit vor mehr als 300 Jahren stehengeblieben.
Die kleine Stadt steht komplett unter Denkmalsschutz und ist die wohl am besten
erhaltene Stadt Dänemarks aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Geschichtlich erstmals
erwähnt wurde Ærøskøbing im frühen Mittelalter.
Die Kopfsteinpflaster in den Straßen, die üppig blühenden Stockrosen an den niedrigen
bunten Häuserzeilen, die kleinen Türen und Hauseingänge - alles wirkt wie in einer
Puppenstube. Aber man darf sich nicht täuschen lassen. Hinter den romantischen kleinen
Fassaden leben Menschen mit jeglichem Komfort des 21. Jahrhunderts.
Im Jahr 2002 wurde der Stadt und vor allem ihren Bewohnern der "Europa-Nostra"-Preis
für die Bewahrung europäischen Kulturerbes verliehen. Wem nach all dem Kopfsteinplaster
die Füße schmerzen, der kann sich am Badestrand "Vesterstrand", nur wenige Gehminuten
von Stadt und Hafen entfernt, ausruhen. Hier trifft man auch auf die leuchtend bunten,
kleinen Badehäuschen, deren Bild Jahr für Jahr diverse Kalender und Zeitschriften
ziert.
Im Nordwesten der Insel liegt Søby - ein betriebsames Städtchen mit stolzer Fischerei-
und Werfttradition. Die Fährverbindungen nach Faaborg und Mommark sowie der neue
Jachthafen sorgen hier für reges Leben. Von Søby aus sollte man unbedingt den Leuchtturm
von Skjoldnæs besuchen und ein erfrischendes Bad am Badestrand "Næbbet" nehmen.
Der dritte und zugleich größte Ort der Insel ist Marstal. Die lange maritime Geschichte
der Stadt ist hier nicht zu übersehen. Marstals Schiffe haben Jahrhunderte hindurch
die Weltmeere befahren und noch heute ist die Seefahrt der Lebensnerv der Stadt.
Schmale Gassen, Restaurants und Geschäfte laden die Urlauber zum gemütlichen Verweilen
ein. Wer es noch ein wenig beschaulicher mag, der sollte die zahlreichen kleinen
Dörfer entlang der Landstraßen besuchen, den Charme der alten Fachwerkhöfe auf sich
wirken lassen und die Dorfidylle genießen.
Auch die Ferienhäuser unseres Vermittlungspartners, des Ærø Turistbureaus, liegen
quer verstreut und meist sehr idyllisch auf der kleinen Insel und haben jedes für
sich seine eigene Geschichte aus vergangenen Zeiten. Als Bewohner eines Ferienhauses
auf Ærø tauchen Sie in eine ursprüngliche Atmosphäre ein, die Ihrem Urlaub eine
besondere Dimension verleiht.
Ærø ist nicht nur Geschichte pur
Ærø ist touristisch optimal erschlossen. Die Wege sind kurz, die Insulaner freundlich
und hilfsbereit und die Sehenswürdigkeiten und Aktivitätsmöglichkeiten zahlreich.
Besonders beliebt sind Kajaktouren entlang der Küste, die auch für Anfänger geeignet
sind.
Desweiteren sind die Möglichkeiten für Angler so umfangreich, dass kaum Tipps für
besonders gute Angelplätze gegeben werden können. Um die abwechslungsreiche Landschaft
und die urigen Dörfer besonders gut zu erkunden bieten sich Radtouren an. Unbedingt
auf dem Urlaubsplan sollte "Voderups Klint" stehen. Von diesem Steilufer mit mehreren
Kilometer langen, treppenartigen Terrassen aus herabgesunkenen Erdlagen aus der
Zwischeneiszeit, eröffnet sich dem Betrachter ein unvergessliches Panorama.
Auch ein Besuch bei den unzähligen Kunsthandwerkern und Galerien wird sich lohnen.
Wer Insulaner kennenlernen möchte, der sollte Ostern, Fasching oder den Heiligen
Dreikönigstag auf Ærø verbringen.
Am Ostersamstag pilgern alle Inselbewohner an den Strand und kochen in tiefen Sandlöchern
"Ostereier". Alle drei Traditionen werden seit über 100 Jahren gepflegt und enden
meist in den Wirtshäusern der Insel. Touristen dürfen sich gerne anschließen und
sind immer herzlich willkommen!