Beliebtes Urlaubsziel und natürliche Handelsbarriere
Seine liebliche Landschaft, die Steilküsten und die abwechslungsreiche Natur hat
die Region rund um den Limfjord einer Landanhebung vor einigen tausend Jahren zu
verdanken. Wo heute Boote segeln, Surfer über die Wellen gleiten und Kinder im warmen
Sand am Ufer spielen, da befanden sich während der Steinzeit noch diverse Siedlungen.
Bis in die 50er Jahre hinein war die Seefahrt neben dem Fischfang der wichtigste
Erwerbszweig rund um den Fjord. 1825 öffnete eine Sturmflut den bislang durch Treibsand
verschlossenen Westausgang des Limfjords, wodurch Nordjütland zur Insel wurde und
folglich nur noch per Schiff zu erreichen war. Trotz vieler Brücken gibt es heute
noch immer mehrere Fähren über den Limfjord. Falls man die Brücken den Fähren vorzieht,
so sollte man doch unbedingt an einer Segeltour - z.B. bei Sonnenuntergang - teilnehmen.
Limfjordfahrten werden beispielsweise ab Thisted, Lemvig oder Struer angeboten.
Hier bekommt man definitiv den schönsten Eindruck von Landschaft und Steilküsten.
Dänisches Design und Aktivitäten in Hülle und Fülle
Die bedeutendsten Orte am südlichen Rand des Limfjords sind die kleinen Handelsstädte
Lemvig, Struer und Skive. Lemvig ist durch seine wunderschöne Lage in einer Bucht
zwischen grünen Moränenhügeln immer einen Ausflug wert. In der kleinen Fußgängerzone
herrscht besonders in den Sommermonaten quirliges Treiben. Geschichtsinteressierten
wird das Stadtmuseum, der sogenannte "Planetenweg" und die markante Kirche mit ihrem
Zwiebelturm gefallen.
Struer und Skive beeindrucken besonders durch ihre relativ großen Jachthäfen. Struer
ist darüberhinaus für die Produktionsstätte feinster Unterhaltungselektronik in
extravagantem Design weltbekannt - das Traditionsunternehmen Bang & Olufsen ist
hier ansässig. Nördlich von Struer befindet sich eine landschaftlich sehr reizvolle
Engstelle mit Brückenverbindung über den Fjord - der Oddesund. Unterhalb der Brücke
gibt es gute Badestellen mit imposanter Aussicht auf das Bauwerk. Besonders hinzuweisen
ist außerdem auf Dänemarks größten Windmühlenpark beiderseits der Brücke. Hier wird
alljährlich der Strom für 8.000 Einwohner auf umweltfreundliche Weise erzeugt.
Ungedingt zu besuchen ist das Freilichtmuseum Hjerl Hede westlich von Struer. Hier
lebt auf einer wunderbar schönen und weitläufigen Anlage das Leben der Dänen von
der Steinzeit bis in die letzten Jahrhunderte wieder auf. In den Sommermonaten ist
das Freilichtdorf belebt und die Besucher können gerne von frischgebackenen Brot,
handgemachtem Käse etc. probieren.
Der Oddesund ist zudem bei Surfern aus ganz Nordeuropa beliebt. Aber Vorsicht, Anfänger
begeben sich besser auf die Nordseite des Sundes. Der beste Spot für Einsteiger
und Könner liegt jedoch in der Bucht von Venø. Hier werden Meisterschaften ausgetragen
und die vorgelagerte Sandbank fungiert optimal als Wellenbrecher. Zudem ist das
teilweise nur Brusthohe Wasser ideal zum Üben geeignet.
Den ganzen Sommer ist der Limfjord ein absolutes Eldorado für Wassersportler und
die die es werden wollen. Neben den besagten Windsurfern tummeln sich Segler, Motorboot-und
Wasserskifahrer und Taucher. Kinder lieben es an den schmalen Sandstränden unterhalb
der Steilküsten im seichten Wasser zu baden oder Muscheln zu suchen.
Selbstverständlich hat die Region um den Limfjord auch den Angelfreunden einiges
zu bieten. Egal ob vom Strand, von einer Brücke, von einem Boot aus, ein Angelerlebnis
mit Dorsch, Aal und Schollen liegt vor ihnen. Des Weiteren gibt es in der Region
auch unzählige Angelseen und die nahe Nordseeküste lockt mit Hochseetouren.
Aber nicht nur für Wassersportler ist der Limfjord ein Eldorado. Traumhafte Golfplätze
und wunderbare Radwege, schöne Wälder und kleine Städtchen laden zu unvergesslichen
Erlebnissen ein.