Der Absenktunnel, der Fehmarn und Lolland auf einer Strecke von 18 Kilometern miteinander verbinden wird, wird die Reisezeit zwischen Deutschland und Dänemark erheblich verkürzen. Die Durchfahrt des Tunnels wird mit dem Auto 10 Minuten (bei einer Reisegeschwindigkeit von 110 km/h) und 7 Minuten mit dem Zug (Reisegeschwindigkeit 200 km/h) betragen. Zum Vergleich: Die reine Fährzeit zwischen Puttgarden und Rødby beträgt derzeit 45 Minuten.

Baustelle am Fehmarnbelt auf Lolland
© Sund & Bælt Holding A/S

Der Bau des Tunnels

Der Bau des Fehmarnbelt-Tunnels ist ein europäisches Projekt, Femern A/S ist als Tochtergesellschaft der staatlichen dänischen Sund & Bælt Holding A/S für Planung und späteren Betrieb des Tunnels zuständig. Er ist ein Bestandteil des europäischen Verkehrsnetzes und wird dem Transitverkehr zwischen Hamburg und Kopenhagen eine Strecke von 160 Kilometern ersparen, und damit Zeit, Treibstoff und auch CO2-Emission einsparen. Auch der Güterverkehr über die Schiene wird durch den Tunnel gestärkt.

Künftig wird es möglich sein, in nur 2,5 Stunden mit dem Zug von Hamburg nach Kopenhagen zu reisen, das Reisen mit der Bahn wird damit deutlich attraktiver gegenüber Kurzstreckenflügen, was ein deutlicher Beitrag für den Klimaschutz ist.

Auch Pendler profitieren vom Tunnel, sogar, wenn sie ihn gar nicht benutzen. Die schnelleren und besseren Verbindungen kommen der gesamten Region zugute. Von Burg auf Fehmarn nach Lübeck beispielsweise wird zukünftig in unschlagbaren 49 Minuten zu bewältigen sein. Der Regionalzug benötigt momentan noch gut 1,5 Stunden.

Absenken der Tunnelteile
© Sund & Bælt Holding A/S

Es entseht der größte Absenktunnel der Welt

Auf beiden Seiten des Fehmarnbelts wurden Arbeitshäfen angelegt, auf dänischer Seite mit rund 50 Hektar der weitaus größere. Über sie wird Baumaterial angeliefert. In einen ca. 18 Kilometer langen ausgehobenen Tunnelgraben zwischen Dänemark und Deutschland werden 89 Tunnelelemente versenkt, östlich von Rødbyhavn befindet sich die Produktionsanlage für die Elemente.

Auf dänischer wie auf deutscher Seite wird jeweils ein Tunnelportal errichtet, an denen die Absenkelemente angedockt werden. Das erste Tunnelelement wurde im Mai 2026 auf dänischer Seite erfolgreich abgesenkt. Die fertiggestellten Röhren werden mit Lüftungs- und Kommunikationsanlagen, Beleuchtung sowie Straßen- und Bahnanlagen versehen. Nach seiner Fertigstellung wird der Fehmarnbelt-Tunnel der längste Absenktunnel der Welt sein und wird eine vierspurige Autobahn sowie zwei elektrifizierte Gleise beherbergen.

Aussichtsplattform Pilen auf Lolland
© Sund & Bælt Holding A/S

Aussichtsplattform Pilen

Von der 217 Meter langen Aussichtsplattform Pilen (der Pfeil) neben der Baustelle für den Fehmarnbelt-Tunnel in Rødbyhavn haben Besucher einen einzigartigen Blick auf die gesamte Baustelle, die Tunnelfabrik und die Umgebung. Außerdem gibt es viele Informationstafeln entlang der Plattform wie auch zwei besondere Ferngläser. Schaut man durch das eine, wir der Bau des Tunnels näher erklärt, schaut man durch das zweite, begibt man sich auf eine Zeitreise in das Jahr 1644. Der Zugang zu Pilen ist kostenlos und barrierefrei.

Ein Naturpfad verbindet darüber hinaus die Aussichtsplattform Pilen mit der Ausstellung in Rødbyhavn. Der Pfad ist 2,2 Kilometer lang und führt über die ehemaligen Bahnanlagen durch einen Wald und am Deich entlang. der Pfad ist nicht barrierefrei.

Fehmarnbelt-Tunnel Baustelle auf Fehmarn
© Femern AS

Fehmarnbelt-Tunnel auf einen Bick

Länge ca. 18 Kilomteer
Strecke Puttgarden/Fehmarn – Rødbyhavn/Lolland
Eröffnung geplant für das Jahr 2031
Betreiber Femern A/S
Sehenswert Aussichtsplattform Pilen am Rødbyhavn
Aussichtsplattform Pilen am Rødbyhavn
Aussichtsplattform Pilen am Rødbyhavn
© Sund & Bælt Holding A/S

Adressen

Infocenter in Burg auf Fehmarn

Ohrtstraße 40

23769 Burg auf Fehmarn

Ausstellungszentrum in Rødbyhavn auf Lolland

Havnegade 2

4970 Rødby

 

 Mehr über den Bau des Fehmarnbelt-Tunnels erfahren Sie auf der Webseite Femern

 

aktualisiert am 31.08.2026