Die Hauptkirche Svendborgs wurde dem Schutzheiligen der Seefahrer geweiht und stammt aus dem 12. Jahrhundert. In Backstein errichtet trägt die Kirche deutliche Spuren norddeutscher Backsteinromanik. 

Blick auf Svendborg
© Michael Fiukowski & Sarah Moritz - VisitDenmark Media Center

Ältestes Gotteshaus der Stadt

Die Sct. Nicolai Kirche ist eine der zwei großen mittelalterlichen Kirchen Svendborgs und gleichzeitig ist es das älteste der Gotteshäuser. Die Sct. Nikolaikirche wurde Mitte des 12. Jahrhunderts als Feldsteinkirche erbaut. Unter dem westlichen Teil des Chors befindet sich ein knapp 2 Meter hoher Sockel aus gespaltenen Feldsteinen, der wahrscheinlich ein Überrest einer ursprünglichen romanischen Feldsteinkirche ist. Im 13. Jahrhundert begann man mit dem Umbau unter Verwendung des neuen Materials, dem Ziegelstein.

Dreischiffige Basilika

Nun wurde der kunstvolle Chor sowie und eine dreischiffige Basilika errichtet, d. h. ein hohes und breites Mittelschiff sowie zwei Seitenschiffe, die als St.-Birgitta- und St.-Gertrud-Kapellen (heute Seitenschiffe) bezeichnet wurden.Im Spätmittelalter wurden ein Turm im Westen und eine Sakristei an der Nordseite der Chorausdehnung hinzugefügt. Die Kirche war eine Zeit lang innen weiß getüncht; diese Schicht wurde bei einer umfassenden Restaurierung in den Jahren 1892–94 entfernt.

So wie die Sct. Nicolai Kirche  heute erscheint, ist sie das Ergebnis jahrhundertelanger Arbeit. Die Veränderungen späterer Epochen haben jedoch keine deutlichen Spuren an dem noch stehenden Bau hinterlassen. Abgesehen von der barocken Turmspitze präsentiert sich die Kirche heute weitgehend in der Form, die sie zur Zeit der Reformation hatte.

Das besondere Glockengeläut der Kirche

Das Glockengeläut der St.-Nikolai-Kirche umfasst Folgendes:

  • Morgen- und Abendläuten
  • Läuten und Gebetsschläge zu Hochmessen und anderen Gottesdiensten
  • Läuten am Abend vor dem Store Bededag für eine halbe Stunde auf der großen Glocke.
  • Läuten mit drei Glocken gleichzeitig: am Weihnachtstag, am Ostersonntag und am Pfingstsonntag.

Glockengeläut:

  • Weihnachtsfeiertag 20 Minuten vor der Hochmesse
  • Am Abend vor Christi Himmelfahrt eine halbe Stunde lang
  • Am Abend vor Ostersonntag eine halbe Stunde lang
  • Von Ostersonntag bis Pfingstsonntag wird jeden Sonntag 20 Minuten nach dem zweiten Glockengeläut geläutet
  • Bei Trauungen wird 15 Minuten vorher geläutet
  • Läuten vor und nach Beisetzungen und Beerdigungen + Gebetsläuten (bis zu 20 Minuten Läuten nach der Beerdigung, wenn der Weg zum Friedhof führt).


Darüber hinaus verfügt die Kirche über eine Uhr, die rund um die Uhr die vollen Stunden, halben Stunden und Viertelstunden schlägt.

Neuer Altar im 19. Jahrhundert

Bei der Renovierung der Kirche in den Jahren 1892–94 erhielt sie einen neuen Altar. Das alte Altarbild mit der Auferstehung des Malers H. Eddelien, das der Kirche von Christian VIII. gestiftet wurde, ist erhalten geblieben und hängt in der Sakristei. Joakim Skovgaard wurde mit der Gestaltung des neuen Altars beauftragt, wobei die Glasmosaike berücksichtigt werden mussten, die gerade bei der Renovierung wieder sichtbar geworden waren.

Der Altar ist vergoldet und  im romanischen Stil geschnitzt. Über dem Altartisch sind die zwölf Apostel in einer Reihe zu sehen, sechs auf jeder Seite von Christus, der auf einem Thron sitzt und mit der rechten Hand segnet. In der linken Hand hält er ein aufgeschlagenes Buch mit den griechischen Buchstaben Alpha und Omega (Anfang und Ende).

Auf der Vorderseite des Altars sind die Symbole der vier Evangelisten zu sehen: der Engel, der Löwe, der Stier und die Adler sowie Christus in der Mitte, hier symbolisiert durch das Lamm, dessen Blut in den Kelch fließt.

Taufbecken aus gotländischem Sandstein

Das Taufbecken ist spätromanisch und aus gotländischem Kalkstein gefertigt. Es ist ca. 118 cm hoch und hat einen Durchmesser von 55 cm. Es handelt sich um ein sogenanntes Paradiesbecken, das mit rundbogigen, zungenförmigen Feldern verziert ist. Der Sockel ist vierseitig mit abgeschrägten Ecken. Im 16. Jahrhundert stand das Taufbecken im Vorraum, im 18. Jahrhundert wurde es in die südwestliche Ecke des südlichen Seitenschiffs verlegt, und 1810 fand es seinen Platz im Chor.

Ursprünglich war das Taufbecken nicht mit einer Schale versehen. Aus den ältesten Beschreibungen geht jedoch hervor, dass es um 1550 eine Schale gab. Diese ist nicht mehr erhalten. 

Sct Nicolai Kirke im Überblick

Lage Svendborg
Öffnungszeiten wochentags 10–16 Uhr, samstags 10–12 Uhr
Altersbeschränkung keine
Eintritt gratis
Parken mehrere kostenpflichtige Parkplätze im Stadtzentrum

Adresse

Sct. Nicolai Kirke

Gerritsgade 5

5700 Svendborg

 

Geo-Koordinaten: 55.05831002853522, 10.609240375756308

Die Kirche ist für Besucher werktags von 10–16 Uhr und samstags  von 10–12 Uhr geöffnet. Sollten in dieser Zeit keine kirchlichen Handlungen vorgenommen werden, sind Sie herzlich willkommen, die Kirche zu besuchen.

Schauen Sie sich die Kulturinsel Frederiksø an, besuchen Sie das spannende Museum Naturama und statten Sie auch der Insel Thurø einen Besuch ab.

Die Kirche befindet sich im Zentrum der Stadt, es gibt mehrere Parkplätze in fußläufiger Entfernung. Beachten Sie jedoch die geltenden Parkregeln auf den meist kostenpflichtigen Parkplätzen.

aktualisiert am 26.03.2026