Die Region Thy, westlich des Limfjordes an der dänischen Nordseeküste gelegen, ist eine abwechslungsreiche und naturschöne Region, die sowohl Familien mit Kindern, Sportler und Naturliebhaber als auch Kulturinteressierte anzieht.
Die besten Urlaubstipps für Thy
Der Nationalpark Thy hat ganz unterschiedliche Attraktionen zu bieten. Im Vordergrund steht die einzigartige Landschaft, die von historischen Ereignissen geprägt wurde. Die Wanderungen durch Thy bieten Ihnen einen Einblick in die früheren Zeiten. Mit den interessanten Attraktionen als Ausflugsziel haben Sie immer wieder eine Motivation, zur nächsten Tour aufzubrechen.
Die Halbinsel Agger Tange – Tradition und Natur
Agger Tange bietet Ihnen faszinierende Ausblicke über die Nordsee, den Limfjord und die umliegende Moränenlandschaft. In Agger treffen Sie außerdem auf zahlreiche historische Spuren und erfahren, wie die Fischer früher gelebt und gearbeitet haben. Auch die Kirche aus dem 19. Jahrhundert ist einen Besuch wert.
Krik – nah am Meer
Krik ist eine frühere Verladestelle für Getreide, Holz und andere Waren. Noch immer können Sie hier einen Speicher besichtigen, der im Jahr 1999 restauriert wurde und heute eine Galerie sowie ein Antiquitätengeschäft beherbergt.
Ørum See und Flade See – idyllische Seen
Die beiden Seen mit ihrem flachen Wasser und den zahlreichen Fischarten sind für Angler ein idealer Ferienort. Außerdem bietet sich das Gebiet um die Seen für ausgedehnte Wandertouren an. Unter anderem finden Sie hier faszinierende Orchideenarten.
Die Kirche von Lodbjerg – klein aber markant
Die kleine, abgeschiedene Kirche von Lodbjerg zieht immer wieder viele Einheimische und Touristen an. Sie wurde bereits um 1500 aus Ziegeln erbaut und wirkt mit ihrer weißen Farbe wie ein Signal.
Der Leuchtturm Lodbjerg Fyr inmitten der Heide
Der Leuchtturm aus dem 19. Jahrhundert mit seiner 35 Meter hohen Aussichtsplattform bietet Ihnen einen freien Blick über die Küstenlandschaft und das Meer. Hier liegen Ihnen die großen Gebiete der Heide und des Waldes zu Füßen.
Lyngby – umrahmt von Dünen
Lyngby befindet sich nahe der eindrucksvollen Steilküste und ist nicht nur deshalb ein gern besuchtes Ausflugsziel. Wenn Sie hier übernachten möchten, bietet sich dafür die alte Rettungsstation an, die als einfache Stätte eingerichtet wurde.
Stenbjerg – vom Wind geprägte Dünenlandschaft
Der Ort Stenbjerg liegt nicht weit von der Nordseeküste und ist von mit Strandhafer bewachsenen Dünen geprägt. Durch die wildromantische Landschaft ist Stenbjerg vor allem bei Künstlern beliebt. Außerdem fühlen sich Wanderer und Surfer hier sehr wohl.
Stenbjerg Landingsplads – ein Blick in die Küstenfischerei
Am Landungsplatz von Stenbjerg sehen Sie die weiß getünchten Gerätehäuser, die hier früher von den Fischern genutzt wurden. Hier befindet sich außerdem das markante, rote Rettungshaus.
Nr. Vorupør – Fischerdorf mit Tradition
Bis heute ist Vorupør wegen seiner Fischerei bekannt und zieht viele Besucher an. Besuchen Sie auch das Museum Vorupør, das sich in der früheren Bootswerft befindet, und erfahren Sie interessante Geschichten aus alten Zeiten.
Vorupør Gl. Kirkegård – Friedhof der Fischer
Der alte Friedhof der Ortschaft erzählt von den schwierigen Lebensverhältnissen an der Küste: Hier wurden viele Schiffbrüchige beerdigt. Außerdem sehen Sie Grabsteine, auf denen die Namen aller Mitglieder einer Fischerfamilie zu lesen sind.
Die Dünenheide Ålvand Klithede – unberührte Natur
Die bewachsenen Dünen formen eine Hügellandschaft, die sich bis zur Tvorup Klitplantage erstreckt. Das große Dünengebiet wird von nichts gestört: Bei Ihrer Wanderung haben Sie von den Höhen einen weiten Blick über das Meer und können die saubere Luft tief einatmen.
Faddersbøl Mølle – die Mühle zwischen Dünen und Wiesenlandschaft
Die einzeln stehende Mühle stammt aus der Mitte des 19. Jahrhunderts und wurde im späten 20. Jahrhundert restauriert. Heute befindet sich eine Tafelausstellung in ihrem Inneren. Besichtigen Sie diese, um mehr über die Mühlengeschichte der Region zu erfahren.
Egebaksande und Sjørring Sø – Traditionshof am ehemaligen See
Egebaksande gehörte zu den wichtigsten Höfen von Thy, allerdings wird der beeindruckend gestaltete Hof heute nicht mehr bewirtschaftet. Der Sjørring Sø wurde trockengelegt und ist heute ein großes Futtergebiet für die Vogelwelt. In einigen Monaten können Sie hier Graugänse und Singschwäne beobachten.
Sydthy Svømmebad
Besonders bei eher ungemütlichem Wetter ist das Schwimmbad Sydthy in Hurup einen Besuch wert. Entspannen Sie sich im Römischen Bad oder im Warmwasserbecken oder testen Sie die fünzig Meter lange Wasserrutsche des Hallenbades. Öffnungszeiten und Eintrittspreise finden Sie HIER.
Kirchenruine Tvorup – ansehnliches Beispiel für die Sandflucht
Im 12. Jahrhundert wurde die romanische Kirche von Tvorup gebaut, doch seitdem hat sich die Landschaft durch das Sandtreiben stark verändert. Um 1600 wurde die Kirche eingerissen. Heute spüren Sie an dieser Stelle noch immer eine starke, friedliche Ruhe, die von diesem Ort ausgeht.
Der Dünenwald Tvorup Klitplantage – ursprünglich nur ein Versuch
Der Dünenschutzwald zeigt das gelungene Experiment, die Sandflucht durch das Anpflanzen von Bäumen einzuschränken. Heute sind diese Waldgebiete eine einzigartige Kulisse für Ihre entspannenden Wanderungen durch den Nationalpark Thy.
Thagaards Plantage – außergewöhnliche Baumformen
Die Pflanzung erhielt ihren Namen nach Lauritz Thagaard, der diesen Wald am Anfang des 19. Jahrhunderts zum Schutz des Sandes anlegte. Bei Ihrem Weg durch die Plantage sehen Sie malerische Birken und seltsam verkrüppelte Bäume, die dem Wald eine märchenhafte Stimmung geben.
Bøgsted Rende – wo der Dünenwald auf Sand trifft
Diese Stelle zeigt deutlich den Unterschied zwischen Dünensand und Schutzpflanzung. Nehmen Sie den Pfad zur hohen Bake, die einer Sanduhr ähnelt und schon selbst zur Sehenswürdigkeit geworden ist.
Dünenheide Vangså – großflächiges Naturgebiet für Vögel und Säugetiere
Die Heide ist ein Paradies für Freunde der ursprünglichen Naturlandschaft. Hier können Sie eine außergewöhnliche Fauna sowie eine artenreiche Tierwelt beobachten. Kranich und Sumpfohreule leben hier ebenso wie Rehe und Füchse.
Klitmøller – nicht nur für Surfer interessant
Viele Surfer kommen nach Klitmøller, aber auch für Wanderer ist die Küstenregion ein interessantes Ziel. Beobachten Sie die Wassersportler bei ihrem Treiben oder genießen Sie den Blick über das Meer und die friedliche Landschaft mit dem sich anschließenden Wildreservat.
Nystrup Plantage – zwischen Vandet Sø und Nordsee
Durch den Küstenschutzwald, der aus Laub- und Nadelbäumen besteht, gelangen Sie auf verschiedenen Pfaden vom See zur Meeresküste oder umgekehrt. Außerdem gibt es in dieser Dünenlandschaft einen schön angelegten Golfplatz.
Isbjerg – der Aussichtspunkt im Wildreservat Hanstholm
Der Berg mit seiner Höhe von 56 m bietet Ihnen einen schönen Rundum-Blick über das Reservat, den südlich gelegenen Nors Sø und das Meer. Denken Sie bei Ihrer Wanderung daran, die Brutzeit zwischen Frühjahr und Sommer zu berücksichtigen. Die östliche Seite des Küstenwegs dürfen Sie in diesem Zeitraum nicht betreten und das zentrale Feuchtgebiet ist das ganze Jahr über gesperrt.
Das Wildreservat Hanstholm – seltene Vögel, artenreiche Tier- und Pflanzenwelt
Im Wildreservat haben Sie nur eingeschränkten Zutritt, sodass Sie Ihre Wanderroute entsprechend danach planen sollten. Von dem Vogelturm in Sårup aus haben Sie aber auch während der Brutzeit einen guten Beobachtungspunkt, um Vögel oder Rothirsche zu sehen.
Der Leuchtturm Hanstholm Fyr bietet eine beeindruckende Aussicht
Von der Plattform des Leuchtturms aus sehen Sie weit über die Nordsee und den Steilhang hinaus. Auch wenn der Betrieb inzwischen automatisiert wurde, bleibt der Leuchtturm aus der Mitte des 19. Jahrhunderts eine der wichtigsten Attraktionen von Hanstholm.
Der Hafen von Hanstholm – Fischerei auf die traditionelle Art
Das bunte Treiben im Hafen von Hanstholm ist der lebende Beweis, wie wichtig die Fischerei für diese Region ist. Sehen Sie den Fischern beim Entladen zu und genießen Sie die lebhafte Atmosphäre. Früher legten von hier aus Fähren nach Norwegen, nach Island und zu den Färöer Inseln ab, aber inzwischen starten sie in anderen Küstenstädten.
Museumscenter Hanstholm – Erinnerungen an den Zweiten Weltkrieg
Die frühere Bunkeranlage bei Hanstholm, die von den Deutschen errichtet wurde, beherbergt heute ein großes Museum. Darin sehen Sie zum Teil noch das damalige Inventar und erhalten viele Informationen zu der damaligen Küstenbefestigung. Informieren Sie sich vor dem Besuch über die Öffnungszeiten. Mehr zum spannenden Bunkermuseum in Hansholm sowie über weitere Museen der Region erfahren Sie hier: Museum Thy
Die erste Batterie und der Atlantikwall – wie ein Mahnmal
Im Nordwesten vom Wildreservat gibt es noch immer mehrere Bunkeranlagen aus dem Zweiten Weltkrieg. Gehen Sie auf Erkundungstour durch die offenen Bunker und erfahren Sie im nahem Museumscenter mehr über die Geschichte des Atlantikwalls.
Strandhafen an der Nordsee
Manch Urlauber wird nicht schlecht staunen, wenn er beispielsweise in Stenbjerg oder Vorupør an den Strand tritt und plötzlich ein oder mehrere Fischkutter malerisch eine rätselhafte, breite Sandspur hinter sich herziehend, vor ihm mitten auf dem Sand liegen. In diesen Fällen besteht - zumindest an der dänischen Nordseeküste - kein Grund zur Beunruhigung. Was wie ein Naturphänomen anmutet, ist in Wirklichkeit ein sogenannter "Strandhafen".
Nach alter Tradition werden hier die Fischerboote direkt auf den Strand gezogen, denn sichere Häfen in den Sand zu bauen war bis Mitte des letzten Jahrhunderts extrem schwierig und kostspielig. Für die Touristen ist es immer wieder ein Erlebnis mitzuerleben, wie die Kutter mit hohem Tempo auf den Strand zu rauschen und dann ganz gemütlich mit einem dicken Stahlseil aufs sichere Ufer gezogen werden. Das zu Wasser lassen vollzieht sich ähnlich, indem das Seil durch eine Rolle im Wasser wieder von der Seilwinde eingezogen wird. Besonders bei hoher Brandung kann es hier das ein oder andere mal für Boote und Besatzung nicht ganz ungefährlich sein.
Nationalpark Thy erleben
Der auf der Nordjütischen Insel gelegene Nationalpark in Thy existiert zwar erst seit dem Jahr 2008, dennoch kann sich der Nationalpark Thy damit rühmen, der älteste seiner Art in Dänemark zu sein. Der 24.370 Hektar große Park hat sich seit seiner Gründung zu einem der beliebtesten Reiseziele entwickelt. Nordjütland bietet dem Aktivurlauber und Naturfreund so einiges: Wanderwege, Orte zum Vogelbeobachten, Aussichtstürme und jede Menge unberührte, weite Natur.
Abwechslungsreiche Landschaften
Der Nationalpark erstreckt sich zu einem großen Teil entlang der Nordseeküste von Thy, daher finden sich teilweise kilometerlange, relativ unberührte Strandabschnitte, aber auch Küstenabhänge aus Kalkstein auf dem Gebiet des Parks. Kennzeichnend für die Landschaft sind, auch im Hinterland, beeindruckende Dünenlandschaften, die durch jahrhundertelangen Wind und Sandflug entstanden sind. Auch naturbelassene Heidelandschaften mit ihren charakteristischen Gewächsen sind in Küstennähe zu finden. So große Gebiete von gemischtem Dünen- und Heideland ist sonst kaum irgendwo anders in Europa zu finden. Im Binnenland des Nationalparks liegen einige Feuchtgebiete und Süßwasserseen, außerdem nimmt der Waldanteil zu, seit verstärkt Bäume gepflanzt wurden, um die Versandung des Hinterlandes aufzuhalten.
Tier- und Pflanzenleben im Vogelschutzgebiet
Die geschützte Wildnis und Natur des Nationalparks bieten unzähligen Tierarten eine Heimat. Bemerkenswert ist vor allem das Vorkommen zahlreicher, auch seltener, Wasservogelarten. Dazu gehören unter anderem der Austernfischer, die Spießente und der Kampfläufer, die im südlichen Teil des Parks, bei Agger Tange, ihre Rastplätze haben. Der Nationalpark ist inzwischen als internationales Vogelschutzgebiet ausgewiesen und bietet in einem speziellen Wildreservat auch Kranichen und Sumpfohreulen eine Heimat. Für Vogelbeobachter ist eine Tour in den Park also eine äußerst lohnenswerte Angelegenheit. Aber auch größeres Getier lebt im Thy-Nationalpark: Viel Kron- und Rehwild kann man in den Wäldern des Parks erspähen, an den Seen leben auch Fischotter. Seit 2012 weiß man zudem von einem ganz besonderen, weiteren Parkbewohner: Der erste Wolf auf dänischem Boden seit rund 200 Jahren wurde im
Sehenswürdigkeiten
Im Nationalpark Thy gibt es viel zu sehen und entdecken. Kulturhistorisch spannend sind sicherlich die aus der Bronzezeit stammenden Hügelgräber, wie man sie auf der Insel Vendsyssel-Thy häufig finden kann - ein Zeugnis, der lange zurück gehenden Besiedelung dieses Gebietes. Aber auch neuere Sehenswürdigkeiten finden sich auf dem Gebiet des Parks: Der Leuchtturm Lodbjerg beispielsweise, der 1883 errichtet wurde. Von diesem 35 Meter hohen Turm aus hat man einen wirklich einzigartigen Blick über (fast) den ganzen Nationalpark. Die von Menschenhand gemachten Sehenswürdigkeiten stehen im Park aber natürlich eher im Hintergrund, der wahre Star ist die Natur: Die weiten Dünenlandschaften, das Meeresrauschen und die vom Wind in seltsame Formen gebrachten Bäume. Besonders empfehlenswert ist das Wildreservat Hanstholm im Norden des Parks. Hier kann auch der Isbjerg "bestiegen" werden, mit 56 Metern der höchste Punkt des gesamten Nationalparks.
Aktivitäten im Nationalpark
Schwimmen
Auch die Badehose sollte man im Gepäck haben, denn Schwimmen ist im Nationalpark Thy sehr gut möglich. Der Park liegt schließlich direkt an der Küste, wo die Nordsee zu einem erfrischenden Meeresbad einlädt. Doch das Schwimmen im Meer ist nicht jedermanns Sache: Hoher Wellengang, raue See, Salzwasser und teilweise kühle Meerestemperaturen schrecken manche Menschen ab. Doch auch für sie ist im Thy-Nationalpark gesorgt: Es finden sich im Hinterland mehrere natürliche Süßwasserseen, wo man ohne die Widrigkeiten des Meeres dem Badespaß frönen kann. Besonders empfehlenswert ist der Nors See, dessen Strand durch nahegelegene Wälder windgeschützt sind. Vor allem Familien mit Kindern werden sich hier wohl fühlen.
Angeln
Auch für Angler ist der Nationalpark Thy eine äußerst lohnenswerte Adresse - an verschiedenen Orten ist das Angeln hier ausdrücklich erlaubt. Sehr beliebt dafür ist die Klitmøller-Küste. An dieser Küste mit ihrer starken Strömung kann direkt vom Strand aus geangelt werden. Seebarsche, Makrelen und Plattfische können hier anbeißen. Wer lieber in Süßwasser angelt, findet am Nors See und Vandet See gute Bedingungen. Hier sollte man auf die Beschilderungen achten, wo das Angeln erlaubt ist. Barsche, Hechte und Rotaugen tummeln sich in diesen Seen und zappeln mit etwas Glück an der Angel.
Natura 2000 - Dünenlandschaft für Naturliebhaber
Durch die Dünenheide bei Stenbjerg, Lodbjerg und Lyngby führen viele Wanderwege im Nationalpark Thy, die dafür sorgen, dass Sie den Park optimal zu Fuß erschließen können. Das Gebiet ist ein EU-Habitat und gehört damit zu einem europäischen Landschaftsnetz, das unter dem Namen Natura 2000 bekannt ist. Hierbei handelt es sich um zwei verschiedene Arten: einerseits um Habitate bzw. Standorte, deren gesamte Flora und Fauna vor äußeren Einflüssen geschützt werden sollen, andererseits um Vogelschutzgebiete, in denen der natürliche Lebensraum vor allem von bedrohten Vogelarten bewahrt wird. Für die Kategorisierung der jeweiligen Habitate gibt es spezielle Richtlinien, die festlegen, wie der jeweilige Naturschutz für das betroffene Gebiet erfolgreich erreicht werden kann. Bei der Dünenheide geschieht dies durch regelmäßige Pflege und auch durch das Entfernen einiger Pflanzungen.
Windsurfen in Thy wie in Hawaii
Die Lage zwischen dem sanften Limfjord und der rauen Nordsee macht Thy zu einer wahren Perle. Berühmt und berüchtigt ist die Region westlich von Thisted insbesondere bei den Windsurfern. Die Brandungsbedingungen sind gerade im Frühjahr und Herbst oft nur von echten Könnern zu meistern. Wenn sich die Nordsee an der dänischen Küste während der Sommermonate wieder etwas ruhiger präsentiert, werden auch weniger Geübte die Wellen meistern. Während der Herbstmonate finden in Klitmøller fast in jedem Jahr hochkarätige Wettbewerbe mit internationaler Beteiligung statt.
Geschichtsträchtiges Wandern im Nationalpark Thy
Wandern durch die Wälder von Thy, das kann auch bedeuten, Geschichte zu erleben. So erzählen die vielfältigen Spuren im gesamten Gebiet des Nationalparks vom tosenden Meer und der Sandflucht. Entlang der Wanderwege liegen viele interessante Sehenswürdigkeiten. So etwa die romantische Kirche von Tved, die einst von Ackerland umgeben war. Aber aufgrund der Sandflucht liegen die Höfe heute weiter im Landesinneren. Kalkmalereien aus den Jahren 1100 bis 1500 zieren das Innere der Kirche.
Im Norden des Dünenwaldes von Thy liegt Thagards Plantage. An diesem Ort finden Sie die Überreste des ältesten Dünenläuferhauses, das viele Geschichten aus dem frühen 19. Jahrhundert zu erzählen weiß. Auch die Kirchenruine von Tvorup und die Grabhügel in Vandet und Nystrup können Sehenswürdigkeiten sein, die Ihnen auf den Wanderungen durch Thy begegnen.
Pilze in den Wäldern
Wie wäre es mit einem Ausflug in die Speisekammer der Natur von Thy? Denn Beeren und Pilze liegen zur richtigen Jahreszeit am Wegesrand für Sie bereit und dürfen auch für den Eigenbedarf gepflückt werden. Von Juni bis November sind dem pilzkundigen Touristen vor allem die beliebten Pfifferlinge und die Steinpilze zu empfehlen. Ein kleiner Korb und ein scharfes Messer genügen meist, sich in der Natur-Gastronomie zu bedienen. Auch die Moosbeeren aus den Feuchtgebieten sind wahre Delikatessen der Natur. Gerne werden diese auch zu Marmelade oder zu Schnaps verarbeitet.
Angebote für Kinder im Nationalpark
Die Natur Dänemarks im Nationalparks Thy bietet viel Auslauf für die Kinder. Der Nachwuchs hat Spaß daran, die Aussichtstürme zu erklimmen und über die weiten Dünenheide zu schweifen. Die Schwebebahn auf dem Waldspielplatz oder das Kletternetz sorgen für abenteuerliche Auslastung der Kinder. Rutschen und Schaukeln sorgen für zusätzliche Bewegung. Viele Tische und Bänke an den Holzpavillons bieten den richtigen Ort für die Rast für die ganze Familie. Für ein abenteuerliches Lagerfeuer sind verschiedene Feuerstellen vorgesehen. Schon so mancher unvergessliche Kindergeburtstag ist hier gefeiert worden.
Unterwegs mit dem Fahrrad oder Pferd
Wie wäre es mit einer Erkundung der Wanderwege im Nationalpark Thy hoch zu Ross? Hierfür bieten sich verschiedene Orte an, die Pferde für den Ausritt vermieten. Auch am Strand ist das Reiten erlaubt. Eine Ausnahme bildet hier die Hochsaison zwischen dem 1. Juni und dem 31. August. Neben Schritt, Trab und Galopp sind die Pferde im Nationalpark Thy auch auf die Gangart Tölt spezialisiert. Hier sitzt der Reiter auch dann noch ruhig im Sattel, wenn das Pferd sich etwas schneller bewegt. Auch geführte Wanderungen zu Pferd werden angeboten.
Mit Fahrrad und Mountainbike durch den Wald
Entlang des nationalen Radwegs Nr. 1 beim Nordseeküsten-Radweg führt auch die Fahrradroute durch den Nationalpark Thy. Sie nimmt den Anfang bei Agger Faergehavn und verläuft über 100 Kilometer nach Norden in Richtung Bulbjerg. Schmale Sandwege führen um die Seen und asphaltierte Wege sind die optimale Grundlage für eine Radtour mit der ganzen Familie. Für Mountainbiker sind im Dünenwald Tvorup zwei spezielle Bikerrouten angelegt worden. Besondere Ausrüstung oder weitreichende Erfahrung mit dem Mountainbike werden hierfür nicht vorausgesetzt. Beide Routen lassen sich auch miteinander kombinieren. Hierdurch können Sie den gewünschten Schwierigkeitsgrad anpassen.
Die Tierwelt von Thy kennen lernen
Wenn Sie mit offenen Augen durch die Wälder des Nationalparks Thy ziehen, dann können Sie auch die Tierwelt der Region entdecken. Denn im Norden des Nationalparks liegt das größte Wildreservat von Dänemark: Das Wildreservat Hanstholm. Nutzen Sie die Aussichtstürme, von denen auch Ihre Kinder einen weiten Blick in die Dünenlandschaft hinein erleben können. Ob wilde Tiere oder Vögel, der Nationalpark ist voller Leben. An den Strandwiesen von Agger Tange können Sie die Brutstätten von Küstenseeschwalben und Lachmöwen entdecken, die auch als Rastplatz für Zugvögel dienen. Auch Seehunde können Sie zu Gesicht bekommen, wenn Sie etwa mit der Fähre aus Thyboron.
Wanderwege im Nationalpark Thy
Der Wanderweg vom Kystvejen bis nach Bøgsted Rende im Dünenwald Tvorup
Der Startpunkt dieser Wanderung ist der südlich gelegene Parkplatz am Kystvejen. Von hier aus erstreckt sich die rote Route, die eine Länge von 5 km hat und von einem Dünengipfel zum nächsten geht. Von den oberen Punkten aus genießen Sie schöne Ausblicke in die hügelige Landschaft. Der Wanderweg kann auch aus der anderen Richtung, also von Bøgsted Rende aus, begonnen werden. Hier am Parkplatz befindet sich der Startpunkt für die blaue Route, die 2,3 km lang ist und am Wasser entlang führt.
In dem Gebiet um Bøgsted Rende wachsen die Pflanzungen bis an den unteren Saum der Küstendünen. Die Region, die von Vorupør bis Vangså reicht, wird von einem Bachlauf durchschnitten. Dieser Bach formt gemeinsam mit den hohen Dünen eine ursprüngliche Naturlandschaft, die eine lange Geschichte in sich bewahrt. An der Rinne wachsen Edeltannen, Sitkafichten und Eichen, die rund 100 Jahre alt und dennoch nicht sehr hochgewachsen sind. Ein weiterer Beweis für die Historie der Landschaft sind auch die Baken, die als Peilmarken für die Schifffahrt im späten 19. Jahrhundert errichtet wurden. Heute stehen die Baken, die zur besseren Erkennung unterschiedlich gestaltet sind, unter Denkmalschutz: Eins dieser Seezeichen befindet sich bei Bøgsted Rende.
Die Bezeichnung Bøgsted Rende bedeutet so viel wie „Baustelle an der Rinne“. Mit der Rinne ist der Wasserlauf gemeint, der schon in früheren Zeiten hier entlangfloss. Historische Aufzeichnungen weisen darauf hin, dass es damals eine Wassermühle gab. Heute wiegen sich hier die Bäume im Wind, wenn Sie durch die Küstenschutzpflanzung wandern. Die Rinne selbst gilt als besonders fruchtbar, denn durch die Dünen ist sie vor dem Wind gut geschützt, sodass es nur wenig Flugsand gibt.
Die Wanderung durch den Dünenwald Vilsbøl, zwischen dem Nors See und dem Vandet See
In den Dünenpflanzungen von Vilsbøl finden Sie zahlreiche ausgeschilderte Wanderrouten, bei denen Sie die schöne Landschaft intensiv kennenlernen. Am Vandet Sø dürfen Sie zu jeder Zeit spazieren gehen, allerdings sollten Sie im Schutzgebiet von Hanstholm die Einschränkungen berücksichtigen. Der Wanderweg vom Nors Sø bis zum Vandet Sø führt Sie durch den Dünenwald Vilsbøl, der zum Ende des 19. Jahrhunderts gepflanzt wurde. Ab 1930 bis in die 1950er Jahre wurden diese Pflanzungen noch erweitert.
Die Route 14, gekennzeichnet als rote Route, hat eine Länge von ca. 7 km. Sie starten am Parkplatz vom Klitmøllervej oder am Parkplatz bzw. Lagerfeuer-Platz vom Nors Sø. Zuerst kommen Sie durch ein schönes Waldgebiet und am Nebelstenen vorbei, einem Stein, der markiert, wo sich bis zum 17. Jahrhundert ein Gutshof befand.
Vandet Sø und Nors Sø zählen zu den besonders sauberen Seen in Dänemark. Beide sind Karstseen, sie haben also einen Kalkboden. Früher handelte es sich bei den Seen um Meeresbuchten, die erst durch die Bodenveränderungen in der Steinzeit zu Binnengewässern wurden. Heute erkennen Sie dies noch an den Badestränden, die sich an den westlichen Rändern der Seen befinden. Auf der östlichen Seite vom Vandet Sø wurde ein Parkplatz für Surfer angelegt. Außerdem sind die Seen für Angler ein interessantes Urlaubsgebiet, denn Sie können darin Aale, Barsche, Felchen und Hechte angeln. Die dafür erforderliche Angelkarte erhalten Sie bei der Tourist-Information oder beim Forstamt.
Um den Vandet Sø sehen Sie mehrere Grabhügel, die noch aus der Bronzezeit und der Eisenzeit stammen. Dazu gehört auch Edshøjene im Norden von Vester Vandet. Durch historische Funde wird davon ausgegangen, dass es an der Ostseite des Sees in früheren Jahrhunderten einen Handelsplatz gab. Der Vandet Sø läuft in einen Bach aus, den Klitmøller Å. Vor vielen Jahren wurde das Flüsschen dazu genutzt, die drei Wassermühlen im Ort Klitmøller zu betreiben.
Vom Klitmøllervej aus gelangen Sie zu einer Aussichtsplattform, von der aus Sie die Steilküste von Årbjerg weit überblicken können. Dies ist auch eine ideale Position, um die Vogelwelt auf der Westseite des Sees zu beobachten. Hier gibt es außerdem einen Bereich, der mit Bänken und Tischen ausgestattet ist. Über eine Treppe kommen Sie vom Parkplatz aus auch zum Seeufer hinunter, wo ein weiterer Aufenthaltsbereich auf Sie wartet. In der Sommerzeit gelangen Sie über einen Steg bis zu dem feinen Sandstrand, ohne dass Sie über die steinige Uferfläche gehen müssen.
Die Dünenpflanzungen und auch die Dünenheiden von Sydthy gelten als besonders beeindruckende Landschaft, die zudem absolut unberührt in ihrer Natur wirkt. Machen Sie sich kundig über die Wanderrouten, die durch die Pflanzungen führen. Mit einer übersichtlichen Karte verlieren Sie nicht die Orientierung, wenn Sie alleine unterwegs sind. Sie sollten auf jeden Fall die Hinweise zu den eingeschränkten Zutrittszeiten in einigen Gebieten beachten. So dürfen Sie von April bis Mitte Juli nicht in die Lyngby Hede auf der östlichen Seite vom Redningsvejen eindringen.
Die blaue Wanderroute von Lodbjerg Fyr zum Meer – über den Rettungsweg und die Dünenheide
Die blaue Route, die durch die Lodbjerg Klitplantage vom Leuchtturm bis zur Küste führt, hat eine Länge von ca. 5 km. Sie beginnt mit dem Weg zum Lodbjerg Fyr und bringt Sie dann in Richtung Norden durch die Dünenheide bis zum Aussichtspunkt. Vom Penbjerg aus gelangen Sie weiter nach Osten auf den Rettungsweg bzw. Redningsvejen, der Sie wieder zurück zum Ausgangspunkt bringt. Bei dieser Wanderung kommen Sie an insgesamt neun Grabhügeln vorbei, die in zwei Gruppen aufgeteilt sind.
Der Leuchtturm von Lodbjerg stammt aus dem Jahr 1883. Er besteht aus Granitblöcken, die aus Schweden hierhergebracht wurden. Zwischen 8 Uhr morgens und 21 Uhr abends können Sie den Leuchtturm für ein geringes Entgelt betreten. Die Aussichtsplattform hat eine Höhe von 35 Metern und bietet Ihnen einen weiten Blick über die Dünenlandschaft, die Pflanzungen, das Meer und die Seen in der Umgebung. Richtung Süden befinden sich Agger Tange und die grüne Naturlandschaft um den Ørum Sø und den Flade Sø, Richtung Norden bestimmt die Dünenheide das Bild.
Schon vorne am Eingang des Leuchtturms erfahren Sie einige Details über die Geschichte des denkmalgeschützten Bauwerks und die Region. Direkt am Leuchtturm finden Sie einen Lagerplatz sowie eine Schutzhütte. Wer hier übernachtet, erlebt hautnah mit, wie das Leuchtfeuer in 48 Meter Höhe blinkt.
Die Pflanzungen werden von mehreren Wanderwegen durchzogen. Mit unseren Hinweisen und einer Karte können Sie das Gebiet auf eigene Faust durchqueren, allerdings sollten Sie darauf achten, die Lyngby Heide innerhalb der Brutzeit nicht zu betreten.
Ausgrabungen haben gezeigt, dass in der Steinzeit Laubbäume wie Linden, Hainbuchen und Eichen in dieser Region wuchsen. Offensichtlich rodeten später die Bauern das Waldgebiet, um Ackerland zu gewinnen. Das Heidekraut setzte sich jedoch im Laufe der Zeit durch.
Die Dünenheide wird von Heidekraut und Kriech-Weide geprägt, außerdem gibt es hier Moosbeeren, Krähenbeeren sowie Rauschbeere. Auch Sonnentau und das Kleine Habichtkraut kommen vor. Eine weitere typische Pflanzenart ist der Strandhafer, der auf den Dünen wächst und mit seinem dichten Wurzelgeflecht den Sand zusammenhält.
Die Route über den Rettungsweg an der Westküste
Die Halbinsel Agger Tange ist das südliche Ende dieses Wegs, der im Norden bis Bulbjerg führt. Früher war dieser Pfad eine wichtige Strecke, die von den Rettungsmannschaften genutzt wurde, die zu einem Schiffsuntergang oder zu einem gestrandeten Kutter aufbrachen. Der Rettungsweg spielte eine Hauptrolle bei der Seenotrettung. Schon in der Mitte des 19. Jahrhunderts wurde der Rettungsdienst von Nordjütland gegründet. In diesem Zusammenhang kam es zur Errichtung von 21 Rettungsstationen, die entlang der Westküste Jütlands gebaut wurden. Über die Rettungswege konnten die Helfer relativ schnell zu den gefährdeten Stellen gelangen, um den Schiffbrüchigen zu helfen.
Eine erste Initiative für diese Rettungsstationen entstand nach einem schweren Schiffsunglück im Jahr 1811, als über 1.200 Personen bei Thorsminde starben. Durch spezielle Boote konnten die Rettungsstationen schwere Schiffe an Land bringen. Vor allem robuste Fischer gehörten zu den Rettungsmannschaften, die auch bei schwierigen Wetterverhältnissen aufbrachen, um anderen zu helfen. Für diese wichtige Tätigkeit erhielten die Männer ein Honorar, was bei den ansonsten ungesicherten Einnahmen durch die Fischerei eine wichtige Rolle spielte.
Heute verläuft Ihr Wanderweg entlang der Westküste zu großen Teilen über den damaligen Rettungsweg. Eine Herberge in Lyngby befindet sich in dem früheren Rettungshaus, während die ehemalige Rettungsstation von Stenbjerg heute ein Museum ist, in dem Sie mehr über die Geschichte der Seenotrettung erfahren. Auch die Rettungsstationen von Agger und Vorupør weisen auf die historische Bedeutung hin.
Inzwischen sind die noch aktiven Rettungsstationen weitaus moderner ausgerüstet. In Vorupør sowie in Hanstholm befinden sich die nächsten Stationen, die im Notfall Hilfe aus der Luft anfordern können und an der Küste mit Landrovern unterwegs sind.