Der Frühling steht in den Startlöchern und sicher sind wir nicht allein in unserer Sehnsucht nach linder Luft und erstem Frühlingsgrün. Das Erwachen der Natur erscheint jedes Jahr wieder wie ein kleines Wunder – und mit ihr erwachen auch unsere Reiseträume und -pläne. Wir sehnen uns in den Norden und freuen uns auf die ersten Spaziergänge durch den dänischen Frühling.
Leuchttürme im Norden Dänemarks
Leuchttürme sind einfach faszinierend! Immer, wenn wir in der Nähe eines Leuchtturms sind, werden wir fast magisch angezogen und schauen uns den im Dänischen als Fyrtårn bezeichneten Turm an. Oftmals kann man von einer umlaufenden Aussichtsplattform den spektakulären Blick über das Meer und die Landschaft genießen – dafür lohnt sich auch der anstrengende Aufstieg. Manche Leuchttürme in Dänemark haben einen wahren Kultstatus erreicht, nicht zuletzt der nordjütische Rubjerg Knude Fyr, der 2019 in einer spektakulären Aktion um 70 Meter verrückt wurde. Ist der Leuchtturm noch im Dienst, ist ein Ferienhausaufenthalt mit Blick auf den Turm wirklich fantastisch und vergleichbar mit dem Blick über das Meer. Und nicht zuletzt sind die Leuchttürme immer mit einer spannenden Geschichte verknüpft. Ganz im Norden Dänemarks, an der Spitze Jütlands, in Skagen gibt es gleich vier Leuchttürme, die wir euch heute einmal vorstellen möchten.
Vippefyr
Die ersten Leuchtfeuer waren Vippefyr, die man unten befeuerte und dann mithilfe eines Wippmechanismus nach oben beförderte. Verbrannt wurden Tran und Holz, in späteren Zeiten auch Kohle. Vippefyr gab es im ganzen Land. Auch an der nördlichsten Spitze des Landes war man schon immer konfrontiert mit Schiffsunglücken und Strandungen. König Frederik II. war es, der 1560 entschied, in Skagen, Kullen und auf Anholt, Leuchtfeuer errichten zu lassen. Damit sicherte er zum einen den Seeweg nach Falsterbo, einem wichtigen Handelszentrum der Zeit, zum anderen konnte er von vorbeifahrenden Schiffen ein sogenanntes Leuchtturmgeld verlangen.
Das erste Leuchtfeuer auf Skagen war ein sogenanntes Papagøjefyr, von dem man allerdings nicht so genau weiß, wie es ausgesehen hat. Der Name lässt sich wohl zurückführen auf die Vielfarbigkeit des Turmes und vermutlich war es eine Art Vorläufer des 1627 errichteten Vippefyrs. Dabei handelte es sich um einen offenen Korb, der mithilfe einer Holzkonstruktion nach oben gezogen und dort hin und her geschwenkt wurde. Für das Feuer wurde erst Holz, später Kohle verwendet. Heute könnt ihr in Skagen eine Rekonstruktion aus dem Jahr 1958 sehen, die am Originalstandort errichtet wurde. In Betrieb ist das Vippefyr in Skagen jedes Jahr an Sankt-Hans-Aften.
Det Grå Fyr
Der 46 Meter hohe Grå Fyr ist der dritte Leuchtturm Skagens und der zweithöchste Leuchtturm des Landes. Der Turm entstand nach Plänen des Architekten Niels Sigfred Nebelong, einem der bekanntesten Architekten seiner Zeit, der unter anderem auch den Hirtshals Fyr entworfen hat. Am 1. November 1858 wurde der Grå Fyr erstmals in Betrieb genommen. Besucher können über 210 Stufen auf die Aussichtsplattform gelangen, von der aus sich ein fantastischer Blick eröffnet.
Det Hvide Fyr
1747 wurde der 21 Meter hohe Det Hvide Fyr errichtet. Er ist der älteste gemauerte Leuchtturm des Landes. Ursprünglich wurde er aus roten Ziegeln erbaut und Anfang des 19. Jahrhunderts weiß gekalkt. 1835 wurde der Turm modernisiert, als die kohlebetriebene Lichtquelle durch Öl und Parabolspiegel ersetzt wurde, wodurch sich Reichweite und Effizienz verbesserten.
Skagen Vest
Skagen Vest ist der nördlichste Leuchtturm Jütlands und liegt rund drei Kilometer vom Grå Fyr entfernt. Der Turm wurde 1956 aus Betonfertigteilen auf dem Fundament eines alten Bunkers des Zweiten Weltkrieges errichtet.
Habt ihr schon alle vier Leuchttürme an der Spitze Dänemarks besucht?
Ostern in Dänemark
Gerade fegte noch ein wahrer Schneesturm über Dänemark, da wartet am Horizont schon das Frühlingsfest des Jahres: Ostern. Habt ihr Ostern schon einmal in Dänemark verbracht? Solltet ihr die Möglichkeit dazu haben: Ostern in einem dänischen Ferienhaus steht in Sachen Hygge Weihnachten in (fast) nichts nach.
Wichtige Info vorab: Der P-dag, der Tag, an dem das Påskebryg, also das Osterbier, auf den Markt kommt, ist am 8. März. Nun, so lange haben wohl die wenigsten von uns Urlaub. Ein guter Einstieg in die bevorstehende Osterzeit ist der P-dag aber allemal. Das erste dänische Påskebryg wurde vermutlich um 1890 in der Thors Bryggeri in Randers gebraut und hieß Salvator. Carlsbergs erstes Osterbier kam 1905, Tuborgs 1906 auf den Markt.
In Dänemark ist auch der Gründonnerstag – im Dänischen heißt er Skærtorsdag – ein Feiertag! Das sollte man also, ist man über Ostern in Dänemark, im Hinterkopf behalten. Weitere Feiertage in Dänemark sind Langfredag (Karfreitag) und natürlich Påskedag (Ostersonntag) und Anden Påskedag (Ostermontag).
Eine ganz besondere Tradition in Dänemark ist die des Gækkebrev – einem Brief, dessen Name sich auf „gække“ von „narren“ oder auf ein Schneeglöckchen, den vintergæk, das einem solchen Brief häufig beigelegt wird, zurückgeführen lässt. Der Brief, der anonym versendet wird, ist nicht einfach nur ein Brief, sondern meist ein sehr kunstvoll hergestellter Scherenschnitt aus Papier, oftmals mit einem Vers versehen. Der Absender muss vom Empfänger erraten werden. Schafft dieser es nicht, muss er dem Verfasser des Briefes ein Geschenk machen – früher war es eine Blume, ein Osterei oder auch ein Kuss. Aber Achtung! Verlangt man einen Kuss bei Nichterraten, muss man genau überlegen, wem man seinen Gækkebrev schickt! Als Geschenk kann aber alles Mögliche festgelegt werden. Mit etwas Glück springt dabei vielleicht auch ein schönes Abendessen heraus, wie bei diesem Reim:
…og gætter du det ej
så må du gi til mig
en middag med en steg
så giver jeg dig vin
og vi vil få lidt grin
…und errätst du es nicht
dann musst du mir geben
ein Abendessen mit einem Braten
dann gebe ich dir Wein
und wir werden viel zu lachen haben
Der älteste erhaltene Gækkebrev stammt übrigens aus dem Jahr 1770 und war adressiert an Maria Hansdatter aus Odense.
Und, wann schreibt ihr mal wieder?
Rund ums Ferienhaus
Ihr habt ein schönes Ferienhaus für euren Urlaub in Dänemark gefunden und gebucht? Und nun muss nur noch der ersehnte Tag kommen, an dem es losgeht? Vielleicht fragt ihr euch zwischendurch, wo ihr eigentlich den Schlüssel zu eurem Ferienhaus bekommt? Da können wir euch weiterhelfen!
Wo ihr den Schlüssel zum Ferienhaus bekommt, ist abhängig davon, bei welchem Ferienhausanbieter ihr gebucht habt. Schaut also auf euren Mietvertrag, den ihr vom Anbieter erhalten habt. Dort findet ihr immer den entscheidenden Hinweis.
Manchmal seid ihr aufgefordert, in ein Servicebüro vor Ort zu kommen und dort euren Schlüssel abzuholen. Viele unserer Kunden schätzen genau diesen persönlichen Kontakt und freuen sich, gleich zu Beginn Ansprechpartner vor Ort kennenzulernen. Viele Ferienhausanbieter nutzen mittlerweile aber eine Schlüsselbox, die sich außen am Ferienhaus befindet. Dann bekommt ihr wenige Tage vor Beginn eures Urlaubs einen Code für die Schlüsselbox und könnt dann ab der genannten Uhrzeit direkt zu eurem Haus fahren. Über diese unkomplizierte Art der „Übergabe“ freuen sich all unsere Kunden, die ohne Umwege direkt zum Ferienhaus möchten.
Welchen Weg bevorzugt ihr?
Kennt ihr schon?
Habt ihr schon von unserem Fotowettbewerb gehört? Wir suchen eure schönsten Dänemarkfotos für einen dansk.de-Fotokalender 2027. Schickt uns bis zu 3 eurer Fotos und sichert euch die Chance auf Gutscheine für euren nächsten Ferienhausaufenthalt.
1. Preis: Ferienhausgutschein im Wert von 1.000 Euro
2. Preis: Ferienhausgutschein im Wert von 500 Euro
3. Preis: Ferienhausgutschein im Wert von 200 Euro
Die Fotos sollten im Querformat sein und mindestens eine Größe von 4032 × 3024 px haben.
Des Weiteren benötigen wir folgende Angaben:
- Titel des Bildes
- Name des Fotografen
- Monat, für den das Bild eingereicht wird
Zusätzliche Informationen findet ihr auf der Seite zum Fotokalenderwettbewerb.