Es wird wieder kühler und was gibt es da Schöneres, als ein bisschen draußen in der Natur zu sein und die Seele baumeln zu lassen? Vielleicht ein Stadtrundgang, auf dem man fantastische Kunstwerke an Hauswänden bestaunen kann? Oder eine Tour zu drei Orten im Osten Jütlands, die ihr vielleicht noch nicht kennt? Wir nehmen euch mit, lasst uns eine kleine Reise in unser Lieblingsland unternehmen und Ideen sammeln für den nächsten Urlaub!
Insidertipps Ostjütland – das solltet ihr nicht verpassen
Entdeckt mit uns das wunderschöne Ostjütland! Liebliche Landschaften, feine Sandstrände, kleine Badebuchten, glasklares Wasser. Dazu zahlreiche Sehenswürdigkeiten, die ihresgleichen suchen. Ihr habt Lust, euch die Ostküste Jütlands einmal genauer anzuschauen? Dann haben wir drei Insidertipps für euch!
Den Genfundne Bro
Den Genfundne Bro, die wiedergefundene Brücke, ist ein wirklich besonderes Ziel im Osten Jütlands. Nach 85 Jahren im Verborgenen wurde die gut 13 Meter hohe und 50 Meter lange Brücke 2014 wieder freigegraben und restauriert. Als die rote Stahlgitterbrücke 1899 errichtet wurde, war sie die höchste ihrer Art in ganz Skandinavien.
1929 war die alte Schmalspurstrecke veraltet, und es sollte auf eine breitere Normalspur umgestellt werden. Die filigrane Brücke war allerdings für die schweren Züge, die zukünftig hier verkehren sollten, zu schwach und zu schmal. Also baute man einen massiven Damm aus Sand und Kies über sie hinweg, statt sie aufwendig umzubauen. Der Fluss Gudenå wurde durch große Betonröhren unter dem Damm hindurchgeleitet.
Anfang der 2010er-Jahre stieß man im Zuge der Renaturierungspläne für die Gudenå auf alte Unterlagen und entdeckte, dass die Brücke tatsächlich noch unter dem Damm im Dornröschenschlaf lag. Als man dann im Sommer 2014 begann, Sand und Erde des Damms abzutragen, kam eine gut erhaltene Stahlbrücke zum Vorschein, die nahezu keinen Rost angesetzt und sogar größtenteils ihre Originalfarbe erhalten hatte.
Vestbirk 2, 8752 Brædstrup
Klostermøllen
Auf dem Gelände der Klostermühle nahe Skanderborg können Besucher neben einer Reihe denkmalgeschützter Gebäude auch das längste Holzgebäude Dänemarks bestaunen. Im Mittelalter befand sich hier das Benediktinerkloster Klostermølle, von dem allerdings nur noch wenige Überreste zu sehen sind. Ab 1872 wurden hier Pappe und Papier hergestellt. In der großen Trockenscheune kann man sehen, wie Papier und Pappe zum Trocknen aufgehängt wurden. 1973 wurde die Produktion eingestellt und das Gelände kam in staatliche Hände.
Entlang des rund 1,5 Kilometer langen Mühlenkanals lohnt sich eine kleine Wanderung. Außerdem gibt es in unmittelbarer Nähe einen kleinen Strand sowie einen Beobachtungsturm am Mossø, dem viertgrößten See Dänemarks. Wer nach der Besichtigung noch Lust auf eine weitere Wanderung hat, kann zum Sukkertoppen hinaufwandern. Von seinem 108 Meter hohen Gipfel bietet sich ein schöner Blick über die Landschaft mit dem Mossø und Klosterkær.
Klostermøllevej 48, 8660 Skanderborg
Norsminde
Dieser kleine Hafen an der Odderküste ist unbedingt einen Abstecher wert. Die malerische Idylle diente bereits seit dem 13. Jahrhundert als natürlicher Hafen. Heute kann man hier die Seele baumeln lassen, den Booten zusehen und es sich im königlich privilegierten Kro und im Fiskehuset gutgehen lassen.
Rund um die Landnase kann man direkt am Wasser eine kleine Wanderung unternehmen oder diesen Teil der Küste vom Wasser aus mit dem Kajak erkunden. Nicht weit vom Hafen entfernt findet man die Ruine der Meden Kirke (auch Kysing Kirkeruin genannt), die vermutlich Ende des 13. Jahrhunderts errichtet wurde und im Laufe des 18. Jahrhunderts verfiel und schließlich abgerissen wurde. Nur wenige Mauerreste sind erhalten geblieben. Die Kirchenruine steht heute unter Denkmalschutz.
Raus in die Natur
Der Spätsommer ist da. Was gibt es Schöneres, als jetzt draußen aktiv zu werden? Die Luft wird kühler und klar, die Natur bunt. Es ist einfach herrlich, in der Natur unterwegs zu sein. Von Sonntagsspaziergängern bis Langstreckenwanderern werden hier alle fündig.
Kløverstier
Der dänische Dachverband für Outdoor-Aktivitäten und Naturschutz (Friluftsrådet) hat in ganz Dänemark Wege angelegt, auf denen sich neue und auch altbekannte Gegenden hervorragend erkunden lassen. Die sogenannten Kløverstier (was so viel bedeutet wie Kleeblatt-Wege) haben jeweils einen zentralen Ausgangspunkt, von dem aus vier unterschiedliche Routen zwischen 2 und 12 Kilometern Länge beginnen. Hier findet jeder die perfekte Route für sich zum Spazierengehen, Wandern, Joggen oder Radfahren. In ganz Dänemark gibt es an 72 Orten Kløverstier zu entdecken. Die farblichen Kennzeichnungen der Wege bedeuten folgendes:
- Grün gekennzeichnet ist die kürzeste Route (ca. 2,5 km) – ideal für einen kurzen Spaziergang, oft durch das Stadtzentrum oder zu historischen Orten
- Blau ist die mittelschwere Route (ca. 5 km) gekennzeichnet – sie führt oft an Wasser, Häfen oder durch nähere Naturgebiete.
- Rot gekennzeichnet ist die längere Route (ca. 7,5 km) – geeignet für eine ausgiebigere Bewegungseinheit in die Umgebung.
- Schwarz ist die längste Route (10 bis 15 und mehr km) gekennzeichnet – sie ist ideal für ambitionierte Wanderer oder Radfahrer und führt durch die freie Natur
Weitere Wanderrouten
Tisvilde Hegn
An der Nordküste der Insel Seeland liegt zwischen Tisvildeleje und Asserbo Plantage Dänemarks fünftgrößter Wald: Tisvilde Hegn. Die knorrigen Bäume, die hier auf sandigem Boden wachsen, haben ihm den Ruf eines wahren Zauberwaldes eingebracht. Es gibt mehrere markierte Wanderwege.
Blokhus Klitplantage
Naturgebiet in unmittelbarer Nähe von Blokhus, durch das gut markierte Wanderwege führen. Natürlich kann man auch nach Lust und Laune seine eigene Route durch die Plantage direkt bis zum Strand laufen, eine wunderschöne Kombi aus Wald und Strand. Neben mehreren Wanderwegen gibt es in der Blokhus Klitplantage auch Reitwege und eine Mountainbike-Strecke.
Mols Bjerge
Eine Vielzahl von Pfaden und markierten Wanderwegen führt durch den fantastischen Nationalpark Mols Bjerge auf Djursland. Hier können Besucher sogar auf eine eigene App mit Routenbeschreibungen und allen wichtigen Sehenswürdigkeiten zurückgreifen, um einen eigenen Weg durch den Nationalpark zu planen.
Møn Klinteskov und Liselund
Durch den 50–100 Meter über dem Meeresspiegel liegenden Klinteskov im Osten der Insel Møn führen mehrere Wanderwege. Und auch der verwunschene Park rund um Liselund Slot ist nur einen Katzensprung entfernt.
Längere Wanderrouten
Für alle, für die es etwas länger sein darf, hat Dänemark auch die ein oder andere abwechslungsreiche Wanderroute zu bieten.
Gendarmstien Sønderjylland
Bis 1958 waren die Grenzgendarmen im dänisch-deutschen Grenzgebiet unterwegs und behielten den Schiffsverkehr im Auge. Der Gendarmsti schlängelt sich entlang des Flensburger Fjords und ist heute ein beliebter Wanderweg.
Klosterroute
Von kleinen Kapellen bis zu mächtigen Domkirchen – auf der Klosterroute können Wanderer in die Geschichte der dänischen Kirchen und Klöster eintauchen.
Hærvejen
Einst waren hier Pilger, Händler, ganze Heere und vor allem Ochsen von den Weiden Jütlands auf dem Weg zu den Märkten Europas. Die alte Route entlang des jütländischen Höhenrückens bietet neben jeder Menge Geschichte unberührte Wälder, Heidelandschaft, Seen und Moore.
Auf Kunsttour durch Dänemark – Street-Art
In Dänemark gibt es eine lebendige Street-Art-Szene. In Städten wie Kopenhagen, Aalborg und Aarhus können Besucher ganze Tage in „Open-Air-Galerien“ verbringen und die oft großflächigen Wandgemälde (Murals) von einheimischen Künstlern wie auch internationalen Stars der Street-Art-Szene bestaunen. Werke von dänischen Künstlern wie Don John, HuskMitNavn, Miss Takes oder Jonas Pihl ziehen Kunstfreunde genauso an wie die internationalen Stars der Szene wie El Mac, David Walker, Millo oder Fintan Magee.
Kopenhagen
Ein echter Hotspot für Street-Art in Dänemark ist die Hauptstadt Kopenhagen. Hier lassen sich in gleich mehreren Stadtteilen beeindruckende Kunstwerke entdecken. Eine wahre Freiluft-Kunstgalerie mit mehr als 30 Werken findet sich in Nørrebro. Zu sehen sind unter anderem Arbeiten von Künstlern wie HuskMitNavn, Don John und Jakob Tolstrup.
Auch in Vesterbro lohnt es sich, auf Entdeckungstour nach großflächigen Kunstwerken zu gehen. Hier befindet sich unter anderem eines der bekanntesten Murals der Stadt: eine moderne Interpretation der Madonna mit Kind des dänischen Künstlers HuskMitNavn. Das Kunstwerk befindet sich neben dem Central Hotel in der Tullinsgade.
Link zu den Street-Art-Kunstwerken in Kopenhagen
Aarhus
In fußläufiger Entfernung zum historischen Zentrum von Aarhus können 17 Kunstwerke auf eigene Faust oder auch im Rahmen einer geführten Tour bewundert werden. Alle Werke befinden sich im öffentlichen Raum auf Giebeln oder Wänden und wurden von Künstlern aus der ganzen Welt geschaffen.
Hier findet Ihr eine Übersicht der Street-Art-Werke in Aarhus
Aalborg
Aalborg ist eine der führenden Street-Art-Städte Skandinaviens, in der mehr als 80 Werke angeschaut werden können, die dem Betrachter nicht nur ein „Wow“ entlocken, sondern auch Stoff zum Nachdenken und für Diskussionen bieten.
Aalborgs größte Outdoor-Galerie als Karte gibt es hier
Odense
In Odense können Besucher Giebelmalereien nicht nur auf einer privaten Tour, sondern auch im Rahmen eines Galerie-Rundgangs erleben. Das Mural in den Passagen der Brandts Klædefabrik, die höchste Wandmalerei des Landes am Silogebäude im Hafen, das Giebelporträt von HC Andersen oder das Mädchen mit dem Panther sind aus Odenses Stadtbild mittlerweile nicht mehr wegzudenken.
Næstved
Im Zuge des Kunstprojekts Næstved Kunststadt verwandelten internationale Künstler das Stadtbild mit zahlreichen Graffiti- und Street-Art-Werken. Insgesamt entstanden 22 großflächige Fassadenbilder sowie mehrere im Retro-Stil gestaltete Bushaltestellen. Zu den beteiligten Künstlern zählen renommierte Namen wie CMP ONE, TOAST und LIMPO.
Brande
Als erste Stadt in Dänemark zeigten sich in Brande in Jütland 1968 erste Giebelmalereien. 23 große Kunstwerke entstanden im Rahmen eines Projektes, dessen Ziel es war, moderne Kunst mitten in den Alltag der Menschen zu integrieren und damit eine Debatte anzustoßen. Einige der ursprünglichen Kunstwerke sind zwar heute verschwunden, die Stadt feiert aber jeden Sommer das International Street-Art-Festival mit weltbekannten Straßenkünstlern und dreidimensionalen Bildern, Live-Musik und Mitmach-Aktionen.
Kennt ihr schon …?
Kennt ihr schon das SMK Thy? Als Teil des größten Kunstmuseums des Landes, der Dänischen Nationalgalerie (Statens Museum for Kunst), kann in der malerischen Umgebung von Thy in direkter Lage am Limfjord in diesem Jahr noch bis zum 18. Oktober Weltklasse-Kunst bestaunt werden. Das Museum im Doverodde Købmandsgård in Hurup präsentiert als Außenstelle Werke aus der umfangreichen Sammlung des SMK in Kopenhagen. Der markante Siloturm sowie ein neu aufgebautes Lagerhaus bilden den Rahmen für Ausstellungen mit handverlesenen Werken und spannende Veranstaltungen. Besonderes Augenmerk soll hier auf das Zusammenspiel von Architektur, Geschichte und der wunderschönen Landschaft des Ortes gelegt werden.