Der dänische Sommer ist zurück! Angesichts der unnatürlich heißen Temperaturen im gesamten Mittelmeerraum ist das eine gute Nachricht für alle, die sich im Urlaub wirklich erholen wollen und sich deshalb für den Norden entschieden haben. Wiesen und Bäume sind wieder grün, am Himmel bietet das Wolkentheater herrliche Aufführungen, im Ferienhaus ist es doppelt gemütlich, wenn mal eine „Husche“ über Land zieht.

Das Badevergnügen ist ungebrochen, denn das Wasser von Nord- und Ostsee hat sich im Mai und bis Mitte Juni deutlich aufgewärmt. Und wenn wirklich mal ein ganzer Tag ins Wasser fällt, locken jede Menge spannende Museen und Innenstädte für trockenes Vergnügen. Das wird!

Sammeln ohne Surium

Symbole der dänischen Abfallsortierung
Symbole der dänischen Abfallsortierung
© Miljøministeriet

Wer kennt das nicht? Angekommen im dänischen Ferienhaus müssen die ersten Dinge entsorgt werden. Doch halt, das ist ja alles ganz anders - wo kommt was hin? Die Mülltrennung in Dänemark ist eine Wissenschaft für sich, bis man sie erlernt hat, dauert es. In Fleisch und Blut geht das System ausländischen Urlaubern nur selten über. Stand heute soll der Abfall überall in Dänemark, also auch in Ferienhäusern, nach zehn Kategorien getrennt werden. Und doch sind noch längst nicht alle Kommunen an diesem Stand angekommen: Schauen Sie also bitte genau hin, was für Ihr Ferienhaus gilt. Nicht alle Stoffe haben eine eigene Tonne, aber ein eigenes Fach darin. Um alles auseinanderhalten zu können, sind die Behältnisse wie im Foto erkennbar mit den entsprechenden Piktogrammen gekennzeichnet, es gibt also keine Ausreden mehr…

Und um diese Kategorien geht es:

• Lebensmittelreste
• Papier 
• Pappe 
• Metall 
• Glas 
• Plastik 
• Textilien
• Lebensmittelkartons von beispielsweise Milch, Saft und dergleichen
• Restmüll 
• Sondermüll 

Viel Spaß beim Sammeln und Ordnen!

Neue Ladestationen zwischen Gedser und Thy

Beispielrastplatz am Lillebælt
Beispielrastplatz am Lillebælt
© Vejdirektoratet

Startschuss für den Bau von 62 neuen Schnellladestationen an acht Orten zwischen Gedser im Süden, Thy im Nordwesten und Helsingør im Nordosten Dänemarks: Fünf Gesellschaften haben von der dänischen Straßenverkehrsbehörde Vejdirektoratet das Go für die Erstellung zusätzlicher Ladestruktur für Elektroautos erhalten. Schon in diesem Jahr soll der Strom an den allermeisten Stationen fließen. Ziel ist es, innerhalb kürzester Zeit an den Hauptdurchgangsstraßen des Landes für E-Autos das gleiche Serviceangebot wie für Verbrenner machen zu können.

Eine aktuelle Übersicht über alle aktuellen Ladestationen auch in Dänemark bietet die Website www.chargefinder.com/de – einfach den Ortsnamen eingeben, dann klappt’s.

Wer hätte das gedacht?

Blåvand
Blåvand
© Steidi - stock.adobe.com

Eine hochinteressante Untersuchung von Visit Denmark Ende 2022 bietet einige überraschende Fakten über die Entwicklung des dänischen Ferienhausmarktes: 2022 gab es in Dänemark 191.149 Ferienhäuser in Privatbesitz, von denen 21 Prozent (40.141 Ferienhäuser) vermietet wurden. Noch 1988 entfielen 5 von 10 Vermietungswochen auf Vermietungsagenturen, im Jahr 2022 waren es 9 von 10. In Jütland und auf Bornholm werden bis zur Hälfte der Ferienhäuser vermietet, in vielen Orten auf Seeland sind es gerade mal 10 Prozent. Das durchschnittliche zu mietende Ferienhaus ist holzverkleidet, 1991 gebaut/umgebaut, 87 Quadratmeter groß und wird mit Strom beheizt. Zehn Prozent der Objekte verfügen über Ladestationen für Elektroautos, 88 Prozent sind mit Wi-Fi ausgestattet und 36 Prozent haben einen Whirlpool, einen Pool oder eine Sauna. Etwa 10 % der Ferienhausbesitzer haben für 2023 Investitionen zur Verbesserung der Energieeffizienz ihres Ferienhauses geplant.