So langsam ist der Sommer da, die Natur ist bunt, es summt und brummt um uns herum und die dicke Jacke kann endlich im Schrank bleiben. Zwar sind die Wassertemperaturen momentan noch nur etwas für hartgesottene Badefreunde, aber die Küsten von Meer und Fjord sind auch ohne ein Bad grandiose Ausflugsziele. Ihr habt Lust auf Dänemark? Dann schenkt uns ein paar Minuten eurer Zeit und wir nehmen euch (zumindest gedanklich) mit in unser Lieblingsland.

© Kim Wyon

Der Höhepunkt des Sommers – Dänemark feiert Sankt Hans

Der Höhepunkt des Sommers steht kurz bevor: Am 23. Juni feiert ganz Dänemark Sankt Hans Aften. Vielerorts werden Sankt-Hans-Feuer angezündet, es werden Reden gehalten, gesungen und bei Bier und Würstchen dem Feuer beim Abbrennen zugesehen. Wenn ihr zu dieser Zeit in Dänemark seid, erkundigt euch beim Touristbüro oder bei eurer Ferienhausvermietung, wo in eurer Region Sankt Hans Aften gefeiert wird.

Schon immer war die Zeit um den 21. Juni mit besonderen Ritualen, Mythen und vielerlei Volksglauben verknüpft, denn in dieser Zeit wird seit jeher der längste Tag des Jahres gefeiert. In der Mittsommernacht wurden früher besondere Kräuter gesammelt, heilige Quellen aufgesucht und Bäume mit Blumenkränzen geschmückt. Die allerorts entzündeten Feuer sollten böse Kräfte vertreiben, die natürlich auch in dieser besonderen Nacht ihr Unwesen trieben. Christliche Missionare deuteten den Volksglauben zu ihren Zwecken um und verknüpften ihn mit christlichen Inhalten. So wurde aus dem Fest zur Sommersonnenwende ein Fest zu Ehren Johannes des Täufers, dessen dänischer Name Sankt Hans lautet.

Wer von euch schon einmal das Skagens Museum besucht hat, kennt sicher das Gemälde „Sankt Hansblus ved Skagen Strand“, mit dem der Skagenmaler Peder Severin Krøyer dem Sankt-Hans-Feuer um 1900 ein künstlerisches Denkmal gesetzt hat.

Was gibt es zu Sankt Hans zu essen? Neben Würstchen, Bier und Brause am Feuer gibt es Sankt Hans Kage – einen Kuchen mit viel Sahne und noch mehr Erdbeeren. Lecker!

© Leinemeister - stock.adobe.com

Einmal rund um den Ringkøbing Fjord – Was ihr nicht verpassen solltet

Den Ort Nymindegab kennen viele Urlauber lediglich von ihrem Weg zur „schönsten Kurve Dänemarks“, nämlich der Kurve, die den Blick gen Holmsland Klit freigibt. Hier gibt es aber viel mehr zu sehen: Kennt ihr zum Beispiel schon die Esehusene oder das Museum in Nymindegab mit seiner Ausstellung im Freien sowie einer spannenden Präsentation der Nymindegab-Maler? Naturfreunde sollten auch das nahegelegene Naturschutzgebiet Tipperne nicht auslassen.

Auf der östlichen Seite des Ringkøbing Fjords ist der Bork Vikingehavn ein fantastisches Ziel. Hier können nicht nur Familien mit Kindern einen spaßigen Tag verbringen und in die Welt der Wikinger eintauchen. Wer die Atmosphäre eines kleinen Yachthafens liebt, dem sei ein Spaziergang in Bork Havn empfohlen. Hemmet wie auch Skaven Strand laden vor allem zu Wassersportaktivitäten ein.

Das Naturgebiet Skjern Enge ist ein wahres Naturparadies. Im Naturcenter gibt es eine Ausstellung über die Vogelwelt. Sieben Beobachtungstürme und -punkte bieten spannende Aussichten. Zur größten Insel des Skjern-Å-Flussdeltas, auf der Wildpferde leben, kommen Besucher per Seilfähre.

Whiskyfreunde können in Stauning die über die Landesgrenzen hinaus berühmte Destillerie besuchen. Auch der kleine Stauning Havn ist einen Abstecher wert und im nahegelegenen Danmarks Flymuseum kommen nicht nur Flugzeugfans auf ihre Kosten.

Ringkøbing ist ein Muss, verbringt man seinen Urlaub rund um den Fjord. Unternehmt einen Bummel durch die schöne Altstadt mit den roten Backsteinhäusern, Kopfsteinpflastergassen, urigen Cafés und Restaurants oder genießt die entspannte Atmosphäre am Hafen. Verpasst nicht die Bronzeskulptur „The Survival of the Fattest“ von Jens Galschiøt nahe des Hafens. Das Museum der Stadt widmet sich der Geschichte Westjütlands, insbesondere in der Zeit während des Zweiten Weltkrieges. Auch einer Stadtführung könnt ihr euch hier anschließen. Ein spannendes Museumserlebnis bietet auch NATURKRAFT in Ringkøbing, in dem sich alles um die Kräfte der Natur dreht. Im nahegelegenen Adventure Park könnt ihr euch im Fußball- und Minigolf messen und am Kloster-Surfspot aufs Board begeben oder auch nur am Rand stehen und die waghalsigen Stunts der Surfer bestaunen. Unternehmt auch einen Spaziergang über den Bagges Dæmning, der die nördliche Spitze des Fjords überbrückt.

Am nördlichen Ende des Ringkøbing Fjords liegt das im Sommer quirlige Søndervig. Schon Anfang des 19. Jahrhunderts zog der fantastische Sandstrand Touristen in den Ort, der einer der ältesten Badeorte Dänemarks ist. Auf dem Holmsland Klit erwartet euch zwischen Nordsee und Fjord herrliche Natur. Die fantastischen Dünen, die weißen Sandstrände, die tosende Nordsee – ohne Frage sind dies für die meisten Westküstenurlauber die Zutaten, die zu einem perfekten Urlaub dazugehören, und hier findet ihr sie in geballter Ladung.

Über allem thront der schmucke Lyngvig Fyr, der, so klassisch er in der Dünenlandschaft daherkommt, eines der beliebtesten Fotomotive der Westküste ist. 228 Stufen führen auf die Aussichtsplattform – eine Anstrengung, die sich lohnt und von der man sich im kleinen Café wieder erholen kann. Auch auf dieser Seite des Fjords gibt es mehrere kleine Fjordhäfen: unter anderem Lyngvig Havn, der im Zuge der Bauarbeiten am Leuchtturm angelegt wurde, oder auch Vinterleje Havn bei Haurvig und der Tyskerhavn in Hvide Sande. 

Nicht erst seit der Fernsehserie „White Sands“ ist Hvide Sande – ziemlich mittig des Holmsland Klits gelegen – ein Anziehungspunkt für Urlauber. Der Fischereihafen hat sich trotz beachtlicher Fischereiflotte seinen „Kleinhafen-Charme“ erhalten und zahlreiche Restaurants und Cafés laden zum gemütlichen Verweilen ein. Macht euch auf und sammelt mit OMHU Plastikmüll am Strand. Fischliebhaber sollten unbedingt die Fischräucherei nördlich der Schleuse besuchen und Strandbesuche an Nord- wie auch Südmole sind Pflichtprogramm. Im Sommer gibt es hier zahlreiche Veranstaltungen. 

Noch etwas Geschichte gibt es im Museum Abelines Gaard, und auch die gegenüberliegende alte Rettungsstation von Haurvig ist sehenswert. Hier erfahren Besucher, wie es war, um 1900 auf dem Holmsland Klit und in diesem Dünenhof gelebt zu haben.

© Dennis Borup Jakobsen

Tanken in Dänemark – So könnt ihr sparen

Bei vielen von euch steht der langersehnte Sommerurlaub an und mit Sicherheit machen die aktuellen Preisentwicklungen für Benzin und Diesel dem ein oder anderen etwas Sorgen. Auch in Dänemark hängen die Benzinpreise vor allem vom Rohölpreis ab. Aufgrund der höheren Mehrwertsteuer von 25 % ist das Tanken in Dänemark schon immer etwas teurer. Grundsätzlich kann man jedoch sagen, dass man aufgrund des Tempolimits mit einer Tankfüllung mehr Kilometer fahren kann, als es in Deutschland in der Regel der Fall ist. Hier ein paar Tipps, wie ihr an der Zapfsäule etwas sparen könnt:

  • Tankt, wenn möglich, an unbemannten Tankstellen und sogenannten Tankautomaten.
  • Auf den Webseiten fuelfinder.dk und benzinpreis-aktuell könnt ihr Preise vergleichen. 
  • Auch Apps bieten Informationen zu aktuellen Preisen dänischer Tankstellen (z. B. Fuelfinder, TankPriser, SparBenzin, tanskte!).
  • Tankt, wenn möglich, noch vor Grenzübertritt an einer Tankstelle abseits der Autobahn.
  • Haltet euch an das Tempolimit – natürlich nicht nur wegen der Kraftstoffpreise!
  • Lasst das Auto vor Ort öfter mal stehen! Unternehmt mehr zu Fuß, mit den öffentlichen Verkehrsmitteln oder mit dem Fahrrad.

Mehr zum Tanken in Dänemark

© Nicolai Perjesi - VisitDenmark Media Center

Kennt ihr schon den Lammefjord?

Der Lammefjord im Nordwesten der Insel Seeland ist ein ehemaliger Meeresarm des Isefjords. Anfang des 20. Jahrhunderts wurden hier umfangreiche Eindeichungs- und Trockenlegungsmaßnahmen durchgeführt, die dazu führten, dass diese Region dank ihres nährstoffreichen Bodens für hochwertige Kartoffeln und Karotten berühmt wurde. Hobbyköche und Gemüseliebhaber sind hier also genau richtig. Die wunderschöne Landschaft und die Nähe zum Geopark Odsherred bieten aber auch sonst wunderbare Möglichkeiten für spannende Aktivitäten. Im Pumpenhaus bei Audebo können Besucher mehr über das Projekt Lammefjord erfahren und ein Spaziergang auf dem rund 2,5 km langen Damm bietet schöne Blicke aufs Wasser.

aktualisiert am 30.05.2026