Badehäuser am Løkken Strand an der Nordsee
Badehäuser am Løkken an der Nordsee Dänemarks
© Mette Johnsen / VisitDenmark's Media Center

Badeurlaub in Dänemark — Sand, Strand, Felsen und Kiesel

Bekanntlich liegt Schönheit ja überwiegend im Auge des Betrachters bzw. der Betrachterin, und auch für die schier unübersichtliche Anzahl an Sand- und anderen Stränden in Dänemark wird sich je nach individueller Vorliebe wohl nur sehr schwer eine oder auch eher vermutlich gar keine allgemeingültige Rangfolge der schönsten Strände des Landes aufstellen lassen.

Baden und baden lassen an dänischen Küsten

So eine verbindliche und unumstößliche Reihenfolge ist angesichts der schon erwähnten, überreichen regionalen dänischen Auswahl an Stränden an Nord- und Ostsee jedoch auch nicht wirklich notwendig, ganz gemäß der auch in diesen Dingen vorherrschenden typisch skandinavischen und toleranten Devise des "Leben und leben lassen" finden sämtliche Badegäste jeglichen Alters, Geschlechts, Familienstands und Anspruchs an der insgesamt gut 7300 Kilometer langen dänischen Küste ganz sicherlich ein für sie jeweils perfekt passendes Plätzchen für Badespaß und Wasserfreuden.

Surfing in der Nordsee bei Klitmøller
Surfing bei Klitmøller
© Mark Wengler / VisitDenmark's Media Center

Steife Brisen, hohe Wellen und viel Platz und an der Nordsee

Ähnlich wie ihre friesische Nachbarin in Deutschland ist auch die dänische Westküste an der Nordsee zwischen Skagen ganz im Norden und der Kleinstadt Skærbæk nahe der deutschen Grenze im Süden eine meist eher rauere Gesellin mit kräftigen Winden, sommerlichen Wassertemperaturen von selten über 20 Grad Celsius und einem im Vergleich zur Ostsee fast doppelt so hohen Salzgehalt von ca. 3,5%.

Geübte Schwimmer und Surfer

Somit eignet sich die auf dänisch "Vesterhavet" oder "Nordsøen" genannte Westküste der Regionen Nordjylland, Midtjylland und Syddanmark nach allgemeinem Dafürhalten auch eher für geübte und weniger kälteempfindliche Schwimmer und vor allem Surfer, welche die eher robusten Wind-, Wetter- und Wellenverhältnisse jedoch an so beliebten Surfspots wie Blavand, Skallingen, Vejers Strand, Borsmose, Henne Strand, Ringkobing, den Nissum-Fjord sowie die Stellen zwischen Lemvig und Hanstholm ganz in ihrem sportlichen Sinne nutzen.

Von imposanten Wellen mit bis zu vier Meter Höhe wird mitunter berichtet, als ebenso gut geeignete Abschnitte für alle möglichen Surfaktivitäten gelten auch diejenigen in, bei, auf bzw. um Thorsminde, Klitmøller, Hvide Sande, Vorupør, Aargab, Bork Havn, Ejsingholm, Fanø, Hemmet, der Jammerlandbucht, Rømø, Skaven Strand, Trend und Vandet Sø.

Doch nicht nur für die schnellen Bretter sind die meist sehr breiten Nordseestrände Dänemarks reserviert, auch Badegäste sind natürlich jederzeit willkommen, wenn sie einige grundlegende, sich zum Beispiel von Deutschland etwas unterscheidende Regeln beherzigen. So sind eifrig errichtete und eifersüchtig bewachte Strandburgen und vergleichbares Territorialverhalten an allen dänischen Stränden sehr verpönt, auch die Mitnahme von nicht angeleinten Hunden und anderen Haustieren wird überhaupt nicht gern gesehen und kann nach neuen Gesetzen zufolge sogar empfindlich bestraft werden.

Autostrände in Dänemark

Eher exotisch muten dagegen die zahlreichen sog. Autostrände an, an denen man mit dem eigenen Pkw und einer Geschwindigkeit von bis zu maximal 20 km/h fast direkt an das Wasser fahren kann, was natürlich gerne von Familien mit großer Ausrüstung, Wohnmobiltouristen, Drachenfliegern samt schwerem Sportgerät oder gehbehinderten Menschen genutzt wird. Bekannte und gut besuchte Strände dieser Art an der dänischen Nordseeküste findet man zum Beispiel in bzw. bei den Gemeinden:

Mit einem Tidenhub von lediglich ca. 50 cm fallen die Gezeiten in Form von Ebbe und Flut übrigens bei Weitem nicht so drastisch aus wie vor der Deutschen Bucht, wo sie leicht bis zu 4 Meter betragen können.

Viele Felsen und Fjorde, kleine Buchten und geschützte Strände an der Ostsee

Schon aus der kartografischen Vogelperspektive bemerkt man schnell und deutlich die großen geografischen Unterschiede der dänischen Ostseeküste im Vergleich zur oben kurz geschilderten Westküste an der Nordsee.

Sie ist speziell im Süden sowohl am Festland wie auch an den Inseln Fyn (Fünen), Lolland, Sjælland, Falster und Bornholm deutlich zerklüfteter und auch von zahlreichen Fjorden und Meerengen durchzogen, was sie an vielen Stellen deutlich besser vor dem Seewind schützt als ihre eher offene maritime Schwester im Westen. Auch der Salzgehalt ist mit ca. 1,7 % sehr viel geringer als in der Nordsee, dieser Umstand wie auch die meist nur relativ flach abfallenden Strände machen die östlichen dänischen Regionen natürlich vor allem für Familien mit noch kleinen und jüngeren Kindern zu einem attraktiven Ziel für einen Badeurlaub.

Eine gute und große Auswahl sowohl an Sand- wie auch Kieselstränden bietet zum Beispiel die jütländischen Halbinsel Djursland nördlich von Aarhus, die diese teilende Landsenke Kolindsund ist übrigens eine der bekanntesten Gewässer für Meerforellen und dementsprechend beliebt bei Anglern, auch der beliebte Femmøller-Strand liegt dort.

Ein Geheimtipp ist auch der 7 Kilometer lange und fast menschenleere Kattegatt-Strand in Rørvig östlich von Nykøbing Sjælland, wo FFK keinerlei Problem darstellt.

Kreidefelsen Møns Klint
Kreidefelsen Møns Klint
© Jesper Plambech / VisitDenmark's Media Center

Der Strand von Gilleleje wiederum ist sehr kinderfreundlich, weshalb er auch von vielen Hauptstädtern aus Kopenhagen regelmäßig in den Sommermonaten aufgesucht wird.

Eher für Jagd nach beeindruckenden Fotomotiven als für kindlichen Badespaß empfiehlt sich dahingegen die Steilküste Stevns Klint auf Seeland, das Gleiche gilt auch für die einzigen dänischen Kreidefelsen auf der Insel Møn.

Auch eher die Augen schweifen, als den Körper in die Fluten stürzen, sollte man an der stürmischen Nordspitze Grenen bei Skagen, wo man jedoch mit beiden Füßen in verschiedenen Meeren stehen und herrliche Sonnenuntergänge beobachten kann.

Fast schon einen legendären Ruf als Badeparadies genießt jedoch der 18 Kilometer lange und feinsandige Bøtø-Strand bei dem sehr populären Ferienort Marielyst an der Südküste der Insel Falster, durch seine weitläufigen Dünen, zahlreichen Unterkünfte aller Kategorien und nicht zuletzt die guten Fährverbindungen ist er auch bei deutschen Urlaubern außerordentlich beliebt.

Bornholm an der Ostsee

Schwimmen in der Ostsee Bornholms
Schwimmen in der Ostsee Bornholms
© Niclas Jessen / VisitDenmark's Media Center

Noch etwas weiter östlich als Falster liegt schließlich die nicht minder bei deutschen Touristen bekannte Insel Bornholm, die zwar größtenteils von eher felsigen Küsten und Kieselstränden dominiert wird, mit dem 25 Kilometer langen Strand von Dueodde zwischen Snogebæk und Boderne an der Südküste und seinen schier unendlich wirkenden Dünen auch ein wahres Paradies aus Sand, Wind und Meer bereithält, welches sogar in der Hauptsaison noch das ein oder andere versteckte Plätzchen für Pärchen bietet, der Abschnitt Jomfrugård ist als offizieller FKK-Strand ausgewiesen.

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Letzte Aktualisierung am 19.11.2018.

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