Christiansofahrt - Für Bornholm-Urlauber fast schon ein Muss

Wer auf Bornholm Urlaub macht, macht sich meist schon vorab oder aber nach einiger Zeit Strandurlaub Gedanken, welche Möglichkeiten an Besichtigungen und Zerstreuungen die Insel noch bietet.
Tatsächlich bietet die Insel Bornholm ein so reichhaltiges Angebot an weiteren Attraktionen und Aktivitätsmöglichkeiten, dass der Urlauber, der einen typischen Sommerurlaub von zwei bis vier Wochen auf der Insel verbringt, eine Prioritätenliste machen muss, denn in der Zeit ist es kaum möglich alles mitzunehmen, was die Insel so bietet.
Wer so aus dem Vollen schöpfen kann, hat auch die typische Qual der Wahl und ist sicherlich dankbar um jeden Tipp, der ihm zu einer Attraktion zu besonders zurät.
Auch dafür gibt mehr als eine Empfehlung, doch was dann sicherlich dabei sein sollte, das ist eine Fahrt zu der Inselgruppe der Erbseninseln, Ertholmene, besser bekannt als Christiansofahrt.

Am Hafen der Insel Christianso
Am Hafen von Christianso

Die Erbseninseln, klein aber oho
Nordöstlich von Bornholm liegt eine kleine Inselgruppe, die den Namen Ertholmene tragen, was zu Deutsch Erbseninseln heißt. Und tatsächlich, wer auf die Karte schaut, kann diese kleine Schären-Inselgruppe, die sich aus Christianso, Frederikso, Grasholm und ein paar kleinere Felsen zusammensetzt, die als Rundhöcker bis zu 22 Meter aus dem Meer herausragen, wie ein paar unscheinbare Erbsen im großen Ozean empfinden. Doch so klein sie auch sind, so haben sie doch einiges an Sehenswürdigem zu bieten, so dass man auf einen Tagesausflug auf diese Inselgruppe nicht versäumen sollte.
Nicht zuletzt bilden sie Dänemarks östlichsten Punkt, nicht Bornholm, was ihnen schon geografisch eine gewisse Bedeutung verleiht.
Christianso ist die größte und damit die Hauptinsel der Gruppe und häufig auch namensgebend. Bewohnt sind nur die beiden Inseln Christianso und Frederikso. Grasholm dagegen beherbergt ein Vogelreservat.
Durch die Geschichte haben diese Inseln ihre Berühmtheit erhalten.

Christianso erzählt ein Stück dänischer Kulturgeschichte
Die Bedeutung der Inselgruppe hat ihren Ursprung im Jahre 1684, denn zu diesem Zeitpunkt beschloss Christian V. auf dieser Inselgruppe eine Festungsanlage zu errichten, um die eigene Flotte zu verteidigen, bzw. die schwedische zu kontrollieren. So entstand auf Christianso und Frederikso ein imposantes Bauwerk aus Bastionen und Mauerringen und vielen anderen Gebäuden, die mit dem Bau ihrer so charakteristischen Türme, dem großem Store Tårn auf Christianso und dem kleineren Lilletår auf Frederikso begann und an dem während der kompletten Festungszeit beständig weiter gebaut wurde. So entstand weltweit die erste Flottenbasis, die im dem Naturhafen zwischen den beiden Inseln ausreichend Schutz fand, um Wasser und Proviant zu laden und diverse Schäden zu reparieren.
1855 wurde die Festung Christianso stillgelegt, doch das Bauwerk steht noch, bildet nach wie vor eine intakte Festungsanlage.
Kurz danach wurden die Inseln, speziell Frederikso für viele Jahre zu einem berüchtigten Verbannungsort für Lebenslang Verbannte und für politische Gefangene.
Aus diesem Grund sind die Inseln zu einem großen Anziehungspunkt und zur Attraktion für Touristen aus aller Welt, zu einem Stück dänischer Kulturgeschichte zum Anfassen geworden.
Heutzutage muss zwar keine Flotte mehr geschützt werden, doch die Inseln samt ihrer Gebäude und der Natur, weshalb die komplette Inselgruppe unter Natur- und Denkmalschutz gestellt wurde.

Leben in historischer Kulisse
Seit Mitte des 16. Jahrhunderts nutzen dann Bornholmer Fischer die Insel Christianso, die bis dato als Wohnort gänzlich ungeeignet war,  als Quartier während ihrer Heringsfischerei in den Herbsttagen. Von hier aus startete die Heringsräucherei ihren Siegeszug.
Heutzutage leben auf Christianso vor historischer Kulisse etwa 100 Einwohner und bilden eine gut funktionierende autonome Gesellschaft mit Schule, Kirche, Posthaus, Bibliothek, einem Versammlungshaus, einem Museum, einem Zeltplatz sowie einem Einkaufsladen und einer Gastwirtschaft. Es gibt einen Schützenverein und einen Gesangsverein. Auch ein Leuchtturm fehlt nicht.
Mit Frederikso ist Christianso über eine Hängebrücke verbunden. Autos verkehren hier nicht.
Auch nach größeren Säugetieren schaut man sich hier vergeblich um, lediglich Igel und Mäuse sind hier zu finden, sowie jede Menge Eiderenten, die diesen ruhigen Ort als Brutplatz zu schätzen wissen. Wegen des Vogelschutzgebietes ist das Mitführen von Hunden auf den Inseln verboten.

Touristen auf Christianso
Die meisten Gäste besuchen die Inseln im Rahmen eines Tagesausfluges.
Ein Passagierschiff verkehrt hier täglich und braucht für die Überfahrt etwa eine Stunde.
Neben der Festungsanlage locken auch das klare Wasser und der Badesteg die Touristen zum Verweilen ein. Gerne werden die Felsen genutzt, um in die blaue Ostsee zu springen und auf Spaziergängen entdecken selbst langjährige Besucher immer wieder noch etwas Neues.
Im Restaurant kann man gut speisen. Die Gastwirtschaft und der kleine Zeltplatz bieten auch Übernachtungsmöglichkeiten, doch sollte man dafür wegen der sehr begrenzten Kapazität rechtzeitig buchen.
Wer eine eigene Jacht besitzt, kann auch im Hafen auf seiner Jacht bleiben. Vor allem Segler lieben es, an dieser Stelle anzulegen und den ehemaligen Vorposten als Raststation zu nutzen. Bei rauer See bietet dieser Hafen einen guten Schutz vor Wind und Wellen.
Jedes Jahr kommen bis zu 80.000 Besucher auf die Inseln. Und auch wenn die Dänen für ihre Gastfreundschaft berühmt sind und natürlich auch auf diesen Inseln davon keine Ausnahme machen, darf man sich nicht wundern, dass sie ob dieser im Verhältnis riesigen Besuchermengen ein bissen aufatmen, wenn die Gäste wieder fort sind.

Weitere Informationen erhalten Sie auf bornholmexpress.dk in Englisch hier.

Ferienhausvermittlung
Kröger + Rehn GmbH
Ferienhausvermittlung Kröger + Rehn
Gratis-Hotline
Fragen? Wir beraten Sie gerne!
0800-358 75 28
(Mo - Fr: 9 - 20 und Sa: 9 - 14 Uhr)

Letzte Aktualisierung am 03.09.2015.

Bornholm Urlaub und Fähren: Service unter O40-54 77 950 oder KOSTENLOS unter 0800-358 75 28