Odense auf der Insel Fünen gilt mit 204.895 Einwohnern als die drittgrößte Stadt von Dänemark. Sie ist der Standort des Hauptcampus der Süddänischen Universität und gilt als Bischofssitz. Odense ist über den Odense-Kanal mit dem Odense-Fjord verbunden. Durch die Stadt zieht der Fluss Odense A. Eine Bootsfahrt auf den Fluss Odense A ist bei unseren Ferienhaus-Gästen sehr beliebt. Die Hauptstadt von Fünen ist ein sehr geschichtsträchtiges Pflaster. Überall in Odense begegnet man der 1000-jährigen Vergangenheit dieser Stadt und dem allgegenwärtigen Märchenerzähler Hans Christian Andersen.

Die bewegte Geschichte von Odense

Bereits im Jahre 988 wurde Odense in einem Dokument von König Otto III erwähnt. Es wird vermutet, dass der Name Odense aus der Wikingerzeit stammt und mit der Kultstätte „Odins IV“, die zu Ehren des Gootes Odin errichtet wurde, in Verbindung zu bringen ist. Im Mittelalter war Odense geprägt vom Katholizismus. Noch heute zeugen zahlreiche sakrale Bauwerke von dieser Zeit, darunter auch die Vor Frue Kirke, die als die älteste Kirche der Stadt vermutet wird. Besonders imposant zeigt sich auc hder Dom Sankt Knuds Kirke.

Große Teile der Stadt Odense wurde im Jahr 1240 während eines Bürgerkriegs zerstört. Im Jahre 1355 wurde Odense als Handelsstadt anerkannt. Um das Jahr 1500 wurde Odense zum Sitz der Königin Christine, der Frau von König Hans. Dies brachte ein erhebliches Wachstum der Stadt und des Handels mit sich. In den Jahren 1654 bis 1658 gal Odense gar als dänische Hauptstadt. Jeweils am 2. April eines Jahres wird seit 1956 in Odense der Hans Christian Andersen-Preis verliehen.

Günstige Ferienwohnungen in Odense

Der nordische Gott Odin höchstpersönlich gab der Stadt seinen Namen, denn Odense bedeutet „Odins Heiligtum“. Odin war in der Götterwelt für Krieg, Weisheit und Dichtung gleichzeitig zuständig, was dieser Stadt offensichtlich zugutekam. Der Bau eines Kanals, der Odense mit dem Meer verband, machte die Stadt zum bedeutenden Handelsstützpunkt für Textilien. Dänemarks berühmtester Märchendichter kümmerte sich um das Ressort Dichtung, und zahlreiche Museen, Galerien, Antiquariate und die Zentralbibliothek sorgen dafür, dass auch der Bereich Weisheit nicht zu kurz kommt.

Hans Christian Andersen 

Der berühmteste Sohn der Stadt ist zweifellos Hans Christian Andersen, dem man in Odense auf Schritt und Tritt begegnet. Sei es als eindrucksvolle Bronzeskulptur im Stadtpark oder in Form seiner zahlreichen Märchengestalten überall in der Stadt, bis hin zu skurrilen Parkbänken, die auf Monsterfüßen stehen. Dabei entstammt Andersen einem bitterarmen Milieu, dem er schon als Kind entfloh. Doch er hatte Talent und Glück, so dass er schon in jungen Jahren zu Ruhm und Ansehen gelangte, worauf seine Geburtsstadt besonders stolz ist. Odense erklärte das schlichte Geburtshaus des Dichters kurzerhand zum Museum, obgleich es in der sogenannten „Bettelstadt“, einem besonders armen Stadtteil liegt. Das Haus selbst ist eher klein und auch sehr spartanisch eingerichtet – eben wie zu Andersens Kinderzeit.

Paaskestræde in Odense
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Sehenswürdigkeiten und Kulturtipps

Brandts Klaedefabrik

Kino und Kultur in Hülle und Fülle bietet die ehemalige Tuchfabrik „Brandts Klaedefabrik“. Ein Museum für Fotokunst, die mit modernen Werken wohlbestückte Galerie Kunsthallen Brandts und das Dänische Medienmuseum locken zahlreiche Besucher in die einstige Fabrik, in der über 100 Jahre lang die mechanischen Web- und Spinnmaschinen mit lautem Getöse betrieben wurden. Dagegen nimmt sich das Fyns Kunstmuseum mit seiner dänischen Kunst ab 1750 beinahe puristisch und erholsam aus.

Bauwerke der Stadt

Nach interessanten Bauwerken für eine Sightseeing-Tour muss man in Odense nicht lange suchen: Zu den bekanntesten Bauwerken auf Fünen gehört zweifellos die gotische Sankt Knuds Kirke aus dem 14. Jahrhundert. Diese ist vor allem durch ihren Altar des Lübeckers Claus Berg aus dem Jahre 1520 überregional bekannt geworden. Auch sehenswert ist die katholische frühgotische Sankt Albani Kirke mit ihrem romanischen Portal. Herausragend an dieser Kirche ist im wahrsten Sinne des Wortes ihr 54 Meter hoher Glockenturm. Bereits im Jahre 1250 wurde die gotische Johanniter Sankt Hans Klosterkirche errichtet.

Carl Nielsen Museum in Odense

Musikfreunde werden auch das Carl Nielsen Museum besuchen, da der Komponist der spätromantischen Epoche klassischer Musik, viele Opern, Sinfonien und Streichquartetten, nach Andersen als der zweite bedeutende Sohn von Odense gilt. Dieses Museum bietet nicht nur einen chronologischen Einblick in das Schaffen des Komponisten, es dient heute auch als das Konzerthaus der Stadt. Als das zweitälteste Theater zeigt sich das Theater von Odense. Dieses wurde im Jahre 1796 errichtet und schon Hans Christian Andersens Debut fand in seinen Kindertagen in diesem Theater statt. Das Theater verfügt nicht nur über fünf verschiedene Bühnen, sondern auch über eine eigene Theaterschule.

Møntergården

Auch der alte Münzhof „Möntergarden“ in Overgade 48, der das  kulturhistorische Stadtmuseum beherbergt, ist ein Abstecher wert. Im Gebäudekomplex von Fachwerkhäusern des Museums informieren verschiedene Ausstellungen über Odense in der Wikingerzeit, dem Mittelalter und im Barock. Lebendig und vorstellbar werden die Exponate durch zeittypisch gestaltete Zimmereinrichtungen und Alltagsszenen ab dem 17. Jahrhundert bis heute.

Freilichtmuseum Den Fynske Landsby

„Kindertauglich“ ist das gelungene Freilichtmuseum Den Fynske Landsby etwa vier Kilometer außerhalb der Stadt Odense. Im Fünischen Dorf kann man das ländliche Leben und Arbeiten zu historischen Zeiten Hans Christian Andersens erleben und dabei mit allerlei dörflichem Getier und original kostümierten Handwerkern und Bauern Bekanntschaft schließen. Im Juli werden auf der Freilichtbühne Märchen von Andersen aufgeführt, wenngleich nur auf Dänisch, doch Zuschauen lohnt sich allemal. Mit lebendiger Geschichte, Aktivitäten, Ausstellungen und Theatervorstellungen genießt man die Stimmung eines Tages auf dem Lande im 19. Jahrhundert. Weitere Informationen unter: www.denfynskelandsby.dk

Attraktion Odense Zoo

Nicht nur Kinder sind vom Odense Zoo begeistert. Vor allem das Ozeaneum macht den Zoo zu einer Attraktion, die auch weit über die Grenzen von Dänemark hinaus Anerkennung gefunden hat.

Fyrtøjet - Ein Kulturhaus für Kinder

Doch im Anbau vom Geburtshaus des Dichters Hans Christian Anders im Zentrum von Odense liegt das Kulturhaus Fyrtøjer. Dort wird das gesamte Leben des Dichters, mit fantasievoller Vermittlung von H. C. Andersens Märchen für Kinder und Erwachsene, sehr anschaulich dargestellt. Hier dürfen sich Kinder so richtig in die Märchen hineinleben und sogar als Märchenfiguren verkleiden und bei der Darstellung von Szenen mitwirken. Märchenlesungen, Schminken und Kostümieren als Schneekönigin usw. Bild- und Musikaktivitäten. Märchenladen und Café.

Danmarks Jernbanemuseum - Dänisches Eisenbahnmuseum

In Odense liegt diese 10.000 qm große Anlage mit Spiel und Technik, Erlebnissen, Entdeckungen und Nostalgie - eine Reise durch 150 Jahre mit Bahn und Fähren. Hier gibt es Modellbahnen, Minizüge, Spielbereiche und ein attraktiven Museumsladen. Dieses Danmarks Jernbanemuseum begeistert mit seiner Eisenbahnausstellung Kinder und Erwachsene gleichermaßen. Zahlreiche Lokomotiven und Waggons aus dem 19. Jahrhundert dürfen nicht nur aus gebührendem Abstand bewundert werden – hier darf man sogar auf den Führerstand einer Lok klettern und sich selbst als Lokführer fühlen, oder eine Sitzprobe auf den brettharten Holzpritschen im Abteil der 3. Klasse durchführen. Weitere Informationen unter: www.jernbanemuseet.dk

Veranstaltungen in Odense

H. C. Andersen Festspiele

Eine ganze Woche lang verwandelt sich die sonst so beschauliche Stadt in ein fulminantes Feuerwerk der Festivitäten. Straßenkünstler, Theateraufführungen, Konzerte und Lichtshows sorgen für Unterhaltung, darüber hinaus werden zahlreiche kulturelle Aktivitäten zum Mitmachen angeboten. Ein großer Spaß für die ganze Familie. Spannende Aktivitäten und mitreißende Aufführungen erwarten Sie beim H. C. Andersen Festival in Odense. Einzelheiten zum Programm finden Sie auf www.hcafestivals.de.